Einstellung der Ermittlungen gegen Altbischof Mixa

Die Ingolstädter Staatsanwaltschaft hat am Freitag Ermittlungen gegen den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa (69) wegen eines angezeigten Missbrauchs mangels Tatverdacht eingestellt. Das teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter in einer knappen Presseerklärung mit. Die Prügel- und Untreuevorwürfe bleiben weiter bestehen. Das Bistum Augsburg hatte entsprechende Hinweise an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Anfang Mai hatten Medien erstmals über Missbrauchsvorwürfe berichtet, die sich auf Mixas Amtszeit als Bischof von Eichstätt (1996 bis 2005) bezogen. Mitarbeiter der Diözese Eichstätt hatten dem Bistum Augsburg diesbezügliche Hinweise gegeben. Kurz darauf nahm Papst Benedikt XVI. Mixas Rücktrittsgesuch an. Dass Mixa als Stadtpfarrer von Schrobenhausen in den 1970er und 1980er Jahren Heimkinder schwer gezüchtigt hat, steht für den Sonderermittler der Katholischen Waisenhausstiftung fest. Dabei habe Mixa Fäuste, Stöcke sowie in einem Fall auch einen Gürtel benutzt, erklärte der Ingolstädter Rechtsanwalt Sebastian Knott bei der Vorlage seines «vorläufigen Abschlussberichts» in Schrobenhausen. Knott bezieht sich auf Angaben von acht Betroffenen und einer Vertrauensperson. Es gebe für ihn keinen Grund, an der Glaubhaftigkeit der Aussagen zu zweifeln, sagte der Jurist. (kap/kna)

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Published in: on 14. Mai 2010 at 21:09  Schreibe einen Kommentar  

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