Die Kirche überwindet alle zwischenmenschlichen Grenzen – politische, kulturelle und ethnische Unterschiede vereint sie in sich. Das hat Papst Benedikt an diesem Sonntag in seiner Pfingstpredigt im Petersdom betont. Die Kirche wolle inmitten von Zerrissenheit und Fremdheit zu Einheit und Verständnis unter den Menschen und Völkern beitragen. Von Pfingsten her spreche sie alle Sprachen, so Benedikt XVI. – und die Gläubigen aus aller Welt, die sich im Dom zur Messe versammelten, gaben ihm darin scheinbar Recht. Das Streben nach Einheit bedeute allerdings keineswegs eine Vereinheitlichung der Verschiedenheiten in der Kirche.

„Im Gegenteil, an Pfingsten sprechen die Apostel verschiedene Sprachen, damit jeder ihre Botschaft in seiner eigenen Sprache versteht. Die Einheit des Geistes zeigt sich darin, dass er von Vielen verstanden wird. Die Kirche ist von ihrer Grundbeschaffenheit her einheitlich und vielfältig, darauf ausgerichtet, aus vielen Nationen, allen Völkern und allen unterschiedlichen sozialen Kontexten heraus zu leben.“

Wie die Apostel seien alle Christen dazu aufgerufen, sich von diesem Feuer entzünden zu lassen. Der Papst ermutigte die anwesenden Gläubigen dazu, die Logik des Besitzes hinter sich zu lassen und, von Christus entflammt, ihm nachzufolgen:

„Wir müssen wieder erkennen: Sich an den Gott der Liebe und des Lebens zu verlieren, bedeutet in Wirklichkeit, etwas hinzu zu gewinnen und sich selbst bereichert wiederzuerlangen. Wir brauchen das Feuer des Heiligen Geistes, denn die Liebe allein erlöst.“ (rv)

Papst Benedikt feiert Pfingsten

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Published in: on 23. Mai 2010 at 18:14  Schreibe einen Kommentar  

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