Hirtenbrief über den künftigen Seligen Solidarnosc-Priester

Die Bischöfe sehen im künftigen Seligen Jerzy Popieluszko (1947-1984) einen „Schutzpatron für soziale Gerechtigkeit“. Das steht in einem Hirtenbrief, der am Sonntag landesweit in den Gottesdiensten verlesen wurde. Der Solidarnosc-Priester habe sich für das Wohlergehen anderer und für Gerechtigkeit engagiert. Der 1984 vom polnischen Geheimdienst ermordete Popieluszko wird am nächsten Sonntag in Warschau seliggesprochen. Das Zeugnis Popieluszkos ist den Bischöfen zufolge „heute sehr aktuell“. Nach wie vor gehe es um die entschlossene Verteidigung der Wahrheit, der Menschenwürde und der Werte des Evangeliums. Zugleich rufen die Oberhirten zur nationalen Einheit und zu einem Ende des Hasses untereinander auf. Popieluszko gilt als Symbolfigur des kirchlichen Widerstands gegen die einstigen kommunistischen Machthaber in Warschau. Papst Benedikt XVI. erkannte im Dezember 2009 den heroischen Tugendgrad des Pfarrers an. Damit war die letzte Hürde in dem 1997 eingeleiteten Seligsprechungsverfahren genommen. Im Fall eines Martyriums ist nach der vatikanischen Ordnung für Seligsprechungen kein separater Wunderprozess nötig. (kna)

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Published in: on 31. Mai 2010 at 21:12  Schreibe einen Kommentar  

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