Vor der Nahostsynode

Das Instrumentum laboris lässt die hohen Erwartungen an die Nahostsynode weiter ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt der Salzburger Kirchenhistoriker Dietmar Winkler nach einer Tagung der Wiener Stiftung „Pro Oriente“ im irakisch-kurdischen Sulaimaniyah. Dort seien bei den Kirchen altsyrischer Tradition vor allem zwei Hoffnungen aufgekommen, berichtet Winkler:

„Die erste ist natürlich, dass die Situation im Nahen Osten mehr ins Licht der Öffentlichkeit und ins Bewusstsein rückt. Das wird im Übrigen auch der katholischen Kirche hoch angerechnet, dass sie auf diesem Gebiet Initiative gezeigt hat. Denn alles, was die katholische Kirche verändert, verändert die anderen Kirchen auch. Darin lässt sich die Bedeutung der katholischen Kirche ablesen – trotz mancher schwieriger Herausforderungen hinsichtlich der Ökumene. Der zweite Punkt schließlich ist, dass speziell die Ostkirchen in den Diskussionsprozess der Sondersynode voll eingebunden werden. Das ist ein Wunsch, den sie wirklich haben: Nicht nur Beobachter oder Zuschauer zu sein, sondern vollwertig in den Diskussionsprozess eingebunden zu werden.“

Die lokale Politik beeinflusst unweigerlich die Ökumene-Bestrebungen in Nahost, unterstreicht Dialogexperte Winkler, der an der Entstehung des Instrumentum laboris beteiligt war. Papst Benedikt hatte das Arbeitspapier zur Synode am Sonntag zum Abschluss seiner Zypernreise vorgestellt. (kap/la repubblica)

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Published in: on 9. Juni 2010 at 18:29  Schreibe einen Kommentar  

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