Nutzung des Prager Veitsdoms juristisch umgesetzt

St. Veits-Dom in Prag

Die jüngste Einigung zwischen dem tschechischen Staat und der katholischen Kirche über die Nutzung des Prager Veitsdoms wird nun auch juristisch umgesetzt. Die Kirche zog laut Meldung des Fernsehsenders CT24 (Mittwoch) ihre Klage auf Herausgabe des berühmten Gotteshauses vor dem tschechischen Verfassungsgericht zurück. Die Kirche hatte im vergangenen Jahr Beschwerde gegen die letztinstanzliche Gerichtsentscheidung eingelegt, nach der die Kathedrale auf dem Areal der Prager Burg dem Staat gehöre. – Der Streit um Böhmens wichtigsten Kirchenbau hatte 1992 begonnen. Ende Mai hatten Staatspräsident Vaclav Klaus und der neue Prager Erzbischof Dominik Duka eine Einigung über die Unterhaltung und Nutzung des Doms erzielt. Die katholische Kirche unterhält danach die Kathedrale mit dem Geld, das ihr der Staat dafür zur Verfügung stellt. Für die Aufsicht über die Unterhaltung wird ein Rat gegründet. Ihm gehören jene sieben Persönlichkeiten an, die einen Schlüssel zu dem Raum im Dom besitzen, in dem die tschechischen Krönungsinsignien aufbewahrt werden. Zu diesen Personen gehören unter anderen der Staatspräsident, der Erzbischof, der Prager Oberbürgermeister und die Vorsitzenden der beiden Kammern des tschechischen Parlaments. (kipa)

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Published in: on 23. Juni 2010 at 17:27  Schreibe einen Kommentar  

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