Priesterjahr ging am Herz-Jesu-Fest zu Ende

Mit einer großen Messe auf dem römischen Petersplatz ist das „Jahr der Priester“ zu Ende gegangen. Mit Benedikt XVI. konzelebrierten 15.000 Priester aus aller Welt; der Papst ermutigte sie, auch in schwierigen Zeiten ihrer Berufung treu zu bleiben. Und: Er bat Gott und die Menschen um Vergebung für kirchliche Missbrauchsskandale. Ein Priester sei „nicht einfach ein Amtsträger“, so der Papst:

„Er tut vielmehr etwas, das kein Mensch aus sich heraus kann: Er spricht in Christi Namen das Wort der Vergebung für unsere Sünden und ändert so von Gott her den Zustand unseres Lebens. Er spricht über die Gaben von Brot und Wein die Dankesworte Christi, die Wandlungsworte sind, (welche) die Elemente der Welt verändern: Die Welt auf Gott hin aufreißen und mit ihm zusammenfügen. So ist Priestertum nicht einfach „Amt“, sondern Sakrament: Gott bedient sich eines armseligen Menschen, um durch ihn für die Menschen da zu sein und zu handeln. Diese Kühnheit Gottes, der sich Menschen anvertraut, Menschen zutraut, für ihn zu handeln und da zu sein, obwohl er unsere Schwächen kennt – die ist das wirklich Große, das sich im Wort Priestertum verbirgt.“

Ohne Umschweife erinnerte Benedikt XVI. aber auch an die Missbrauchsskandale, die der Kirche gerade in den letzten Monaten zu schaffen gemacht haben:

„Es war zu erwarten, dass dem bösen Feind das neue Leuchten des Priestertums nicht gefallen würde… So ist es geschehen, dass gerade in diesem Jahr der Freude über das Sakrament des Priestertums die Sünden von Priestern bekannt wurden – vor allem der Missbrauch der Kleinen, in dem das Priestertum als Auftrag der Sorge Gottes um den Menschen in sein Gegenteil verkehrt wird. Auch wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen; dass wir bei der Zulassung zum priesterlichen Dienst und bei der Formung auf dem Weg dahin alles tun werden, was wir können, um die Rechtheit der Berufung zu prüfen, und dass wir die Priester mehr noch auf ihrem Weg begleiten wollen, damit der Herr sie in Bedrängnissen und Gefahren des Lebens schütze und behüte.“ (rv)

Lehren, Heiligen, Leiten – Der Papst zum Ende des Priesterjahres
„Es war der Auferstandene, der die Jünger gerufen hat, zu taufen, Menschen zu lehren und zu Jüngern zu machen, es war der Auferstandene, der ihnen die Vollmacht erteilt hat, Sünden zu vergeben.“ Mit diesen Auftragsworten aus den Evangelien des Matthäus und des Johannes hat Papst Benedikt XVI. seine Katechesen zum Priesterjahr eingeleitet. Den Abschluss des Priesterjahres feierten in der vergangenen Woche über 9.000 Priester aus 91 Ländern in Rom. Ein Höhepunkt war am 11.07. eine Messe zum Herz-Jesu-Fest gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. unter dem Leitspruch „Erneuerung, Buße, Gemeinschaft“. In den zurückliegenden Katechesen hatte der Papst besonders die drei priesterlichen Aufgaben betont. Mit den Worten Benedikts XVI. folgt eine Rückschau auf die Aufgaben: Lehren, Heiligen, Leiten. (rv)

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Published in: on 23. Juni 2010 at 17:49  Schreibe einen Kommentar  

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