Rücktritt und Ernennung

Römische Kurie

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Kardinal Kasper

Papst Benedikt XVI. hat das altersgemäße Rücktrittsgesuch des bisherigen Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper, angenommen.

Erzbischof Koch

Zum Nachfolger ernannte er den bisherigen Bischof von Basel (Schweiz), Kurt Koch, ernannt. Ihm verlieh er zugleich den Personaltitel eines Erzbischofs.

Das Bistum Basel ist somit vakant.

Der Basler Bischof Kurt Koch ist von Papst Benedikt XVI. zum Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt worden. Dies teilte der Bischof in einem persönlichen Schreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger seiner Diözese mit Datum vom 29. Juni mit. Bereits im Februar habe ihn der Papst nach seiner Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe gefragt, schreibt Koch. Der Basler Bischof tritt sein neues Amt am Donnerstag, den 1. Juli, an. Der Vatikan hat Kochs Ernennung deshalb noch nicht bekannt gegeben.

Der Papst habe betont, dass es ihm ein wichtiges Anliegen sei, dass diese Aufgabe von jemandem wahrgenommen werde, der die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen nicht nur aus der Literatur, sondern „aus der unmittelbaren Erfahrung“ kenne. Damit habe der Papst erneut gezeigt, dass ihm nicht nur die Ökumene mit den Orthodoxen, sondern auch diejenige mit den Protestanten am Herzen liege, so Koch in seinem Schreiben. Er freue sich darauf, der Ökumene, einem seit dem Zweiten Vatikanum wichtig gewordenen Anliegen, in besonderer Weise dienen zu können. (pm/kipa/rv)

Eine außergewöhnliche Laufbahn kommt an ihr Ende: Papst Benedikt XVI. hat am Donnerstag den Rücktritt Kardinal Walter Kaspers als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates angenommen. Damit geht Kasper in den wohlverdienten Ruhestand – oder ihn kennend müssen wir wohl sagen: in den wohlverdienten Unruhestand. E Der Abschied sei befreiend, aber andererseits lege er eine Aufgabe nieder, die ihn immer erfüllt habe, so Kasper.

„Nach dem Konzil war natürlich sehr viel und sehr enthusiastisch vom Dialog die Rede, da war vielleicht sogar mehr Enthusiasmus, als jetzt. Aber es ist doch so: Wenn man jung ist, hat man Enthusiasmus, da meint man, man kann Bäume ausreißen. Wenn man ein wenig älter wird, dann nimmt man die Realitäten besser wahr und auch die Schwierigkeiten, die da sind, dass man nicht alles so leicht verändern kann, und so ist auch der ökumenische Dialog nun älter und reifer geworden, aber er geht weiter. Unsere Welt ist so voller Konflikte, gefährlicher Konflikte, und da ist es einfach wichtig, dass die Christen, vor allem die praktizierenden Christen, zusammenstehen und zusammenarbeiten und gemeinsam Zeugnis geben. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, gegeneinander, oder auch einfach nur nebeneinander zu leben. Wir müssen zusammen arbeiten und – so weit es geht – zusammen kommen.“

Als Kasper vor elf Jahren diese Aufgabe von Papst Johannes Paul II. übertragen bekam, war er bestens vorbereitet. Bereits mit 31 Jahren hatte er eine Professur für Theologie in Münster inne, später dozierte er in Tübingen, bevor er Bischof von Rottenburg-Stuttgart wurde. Bis heute ist er einer der angesehensten Theologen der katholischen Kirche. Das war die Basis für die Gespräche um die Einheit der Christen. Und wie er selbst sagt, Ökumene ist keine Option, sie ist Teil des Christseins überhaupt. (rv)

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Published in: on 2. Juli 2010 at 14:52  Schreibe einen Kommentar  

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