Empörung über Indeskretion in Belgien

Die belgischen Bischöfe haben Indiskretionen während der jüngsten Justizermittlungen scharf kritisiert. Es sei unerhört, dass Medien Informationen über Inhalte der Untersuchungen direkt aus Kreisen der Ermittler erhalten haben. Gleichzeitig betonte der Pressesprecher der Bischöfe, Eric de Beukelaer, gegenüber Radio Vatikan, die belgischen Oberhirten wollten weiterhin mit der Justiz zusammenarbeiten. Zu einer korrekten Zusammenarbeit zähle, Fragen der Ermittler zu antworten, statt auf Medienberichte reagieren zu müssen.

„Bereits jetzt haben ja die Ermittlungen vom 24. Juni für großes Aufsehen gesorgt. Wenn aber die Justizbehörden beginnen, Indiskretionen zu verbreiten, dann werfen sie Öl ins Feuer. Es war das erste Mal in meiner Zeit als Pressesprecher – also seit fast neun Jahren – dass ich den Journalisten antworten musste, dass ich nichts weiß. Ich wusste schlicht nicht, wovon die Medien sprachen. Das ist auch genau das Gegenteil, von dem, was die Bischöfe eigentlich wollen: Sie wollen offene und klare aber vor allem faire Ermittlungen. Dazu sind sie auch bereit, vollumfänglich mitzuwirken.“ (rv/kipa)

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Published in: on 8. Juli 2010 at 19:23  Schreibe einen Kommentar  

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