Generalaudienz vom 11.08.2010

Papst betet für Flutopfer
Benedikt XVI. betet für die Opfer der Überschwemmungen von Neiße und Oder. Das sagte er an diesem Mittwoch in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo bei seiner Generalaudienz. Auf polnisch meinte der Papst:

„Ich bin geistlich allen nahe, die in den letzten Tagen wegen der Überschwemmungen gelitten haben. Ich bitte Gott, ihnen die Kraft zu geben, die Schwierigkeiten zu überstehen. Mögen die Menschen guten Willens großzügig und effizient helfen!“

Die Generalaudienz im Innenhof der Papstvilla in den Albaner Bergen war von herzlicher Stimmung geprägt; etwa viertausend Menschen waren gekommen, darunter auch Kinder aus einem Ferienlager in Ostia. Der Papst erinnerte in einer kurzen Betrachtung an große Märtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts: etwa Edith Stein, die zum Christentum konvertierte Jüdin, die als Ordensfrau in Auschwitz getötet wurde und deren Gedenktag die Kirche an diesem Dienstag beging. Oder auch an den heiligen Maximilian Kolbe, dessen Gedenktag die Kirche am nächsten Samstag feiert:

„Durch den freiwilligen Gang in den Hungerpunker hat er in der Hölle von Auschwitz einen unschuldigen Familienvater vor dem Tod bewahrt und so den Irrsinn der Gewalt durchbrochen. Dieses bewegende Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe spornt auch uns an, Jesus Christus nachzufolgen und Tag für Tag in der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen zu wachsen. Dazu erbitte ich euch allen den Beistand des Heiligen Geistes!“

Kolbe war in der Nazi-Zeit von der Gestapo verhaftet und 1941 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert worden. Dort begab er sich anstelle eines zum Tode durch Verhungern verurteilten Familienvaters freiwillig in den Hungerbunker und starb im gleichen Jahr an den Folgen der Unterernährung.

Der Märtyrer sei eine „absolut freie Person“, die von den Mächten der Welt gänzlich unabhängig sei und sich vollkommen Gott schenke, sagte der Papst weiter. Modell für jedes Martyrium sei der Tod Jesu Christi. Auch wer nicht zum Märtyrer berufen sei, müsse jeden Tag das Kreuz auf sich nehmen. Die gegenwärtige von Individualismus und Egoismus geprägte Gesellschaft müsse durch die Liebe zu Gott verändert werden, forderte Benedikt XVI. (rv)

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Published in: on 22. August 2010 at 12:21  Schreibe einen Kommentar  

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