Nahostsynode: 4. Generalversammlung

Seine Seligkeit Gregorios III. Laham, Patriarch von Antiochia (Griech.-Melkit.), Erzbischof von Damaskus, Syrien

Friede, Fröhlichkeit und die Anwesenheit der Christen in der arabischen Welt sind angebunden an einen existentiellen und soliden Weg, betont Patriarch Gregorios III. eingangs in seiner Rede, denn die Präsenz der Christen in der arabischen Welt sei von den Zyklen des Krieges gefährdet. Der Hauptgrund für den israelisch-palästinensischen Konflikt wären die fundamentalistischen Bewegungen. Seine Seligkeit stellt fest, daß die Auswanderung der Christen die arabische Gesellschaft zu einer Gesellschaft mit „nur einer Farbe“ machen würde. Seine Sorge ist, daß der Osten bald keine Christen mehr vor Ort haben würde. Seiner Ansicht nach wäre die Folge davon ein weiterer „new clash of cultures, of civilizations“ und „religions“ und dies würde nur zu einem destruktiven Zusammenstoß zwischen dem muslimisch-arabischen Osten und dem christlichen Westen führen, merkt Patriarch Gregorios an.

Seine Eminenz, Card. John Patrick Foley, Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab, Vatikan

Card. Foley zeigt die Wichtigkeit des Gebetes und der Arbeit im Mittleren Osten auf, um den Frieden Christi unter die Menschen zu bringen. Wie viele andere, so hat auch der Vatikan die Zwei-Staaten-Lösung vorgeschlagen, betont er in seiner Intervention. Er weist energisch daraufhin, daß man keine weitere Zeit mehr verlieren möge, um diese Zwei-Staaten-Lösung durchzuführen. Anlässlich der Papstreise in das Heilige Land im Jahr 2009 habe Card. Foley die Möglichkeiten genutzt, um kurze Gespräche mit den politischen Führern Jordaniens, Israels und Palästinas zu führen, welche ihm Unterstützung und Verständnis für die Präsenz von katholischen Schulen in diesen Gebieten zusagten. Gegenseitiger Respekt sei vorhanden und man hoffe deshalb auf eine baldige Wiedervereinigung und Wertschätzung in Liebe.

Seit dem Jubiläumsjahr 2000 habe der Ritterorden vom Heiligen Grab mehr als 50 Millionen US-Dollar gespendet, insbesondere, um das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und andere christliche Gemeinschaften und Institutionen zu unterstützen, damit diese überleben können. Card. Foley ist der Ansicht, daß Juden, Christen und Muslime an den einen Gott glauben und daß er hoffe, daß wir alle, wenngleich auch auf verschiedenen Wegen, das Fasten halten, glauben und Almosen geben und daß wir alle uns danach sehen würden an der Wallfahrt nach Jerusalem, der Stadt, die den Juden, Christen und Moslems heilig ist, teilzunehmen.

Seine Seligkeit Fouad Twal, Patriarch des Lateinischen Patriarchates, Jerusalem

Patriarch Twal forderte eine aktive, tätige Solidarität aller Katholiken für die Kirche im Heiligen Land. Die Heilige Mutter Kirche hat ihren Ursprung in Jerusalem. Mit den Worten aus dem Epheser-Brief zeigte er auf Christus, der der Friedenskönig ist: Eph 2,14f.: „Denn er [Christus] ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riß durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder. Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden (…).“

Seine Exzellenz Baselios Cleemis Thottunkal, Erzbischof Maggiore di Trivandrum die Siro-Malankaresi, Indien

Gemeinschaft kommt grundsätzlich von der Trinität. Die Göttliche Wirklichkeit spiegelt sich in allen Heilstaten Jesus Christus nieder und die Kirche, Sein Leib, überliefert diese Wirklichkeit der Gemeinschaft. Da wir bestrebt sind unser christliches Zeugnis im Mittleren Osten zu verstärken, so der Erzbischof, fühle man auch die Bemühungen Gemeinschaft unter deren sechs orthodoxen Schwesterkirchen zu erzielen.

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Published in: on 15. Oktober 2010 at 21:06  Schreibe einen Kommentar  

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