Nahostsynode: 6. Generalversammlung

Der syrische Patriarch von Antiochien, Ignace Yousif III. Younan:

„Das Wort Wahrheit bedeutet auf arabisch auch Recht. Als unser Herr beim Letzten Abendmahl die Wahrheit verteidigte, verteidigte er auch das unveräußerliche Recht des Menschen auf Freiheit.“

Erzbischof Claudio Maria Celli vom Päpstlichen Medienrat:

„Ohne Priester und Bischöfe, die die heutige (digitale) Kultur verstehen, wird die Glaubensweitergabe an die Jüngeren in der Kirche noch schwieriger. Es reicht nicht, eine Homepage zu bauen; man braucht eine Präsenz, die wirklich kommuniziert

Der maronitische Bischof Robert Shaheen aus den USA:

„Wir sollten zusammenarbeiten mit den orthodoxen und protestantischen Kirchen im Ausland, um Wege zu finden, wie wir unseren Brüdern und Schwestern im Nahen Osten helfen können. Es wäre eine großartige Initiative, wenn wir jedes Jahr ein spezielles weltweites Wochenende für das Christentum in Nahost in allen unseren Kirchen hätten!“

Der armenische Weihbischof Jean Teyrouz aus dem Libanon:

„Die orthodoxen Kirchen haben mehr Kompetenzen in allen ihren patriarchalen Angelegenheiten. In ökumenischer Perspektive sollten auch die katholischen Ostkirchen mehr jurisdiktionelle Gewalt bekommen, weil sie sonst riskieren, eines Tages zu verschwinden…“

Der Franziskaner Cesar Essayan aus dem Libanon:

„Könnten wir nicht gemeinsame Initiativen mit unseren orthodoxen Brüdern durchführen? Wie wäre es z.B. mit einem nahöstlichen ökumenischen Jugendtag nach dem Modell der Weltjugendtage? … Wieweit sind wir bereit, das Risiko des Evangeliums einzugehen, das uns dazu einlädt, unsere Feinde – die oft unsere Brüder sind – zu lieben? Das Risiko der Versöhnung und der vorauseilenden Interkommunion mit unseren orthodoxen Brüdern und denen aus den Kirchen der Reformation?

Der maronitische Erzbischof Georges Bou Jaoude aus dem Libanon:

„Das Instrumentum laboris erwähnt kaum die Rolle der Laien in der Kirche… In der maronitischen Kirche haben die Laien immer aktiv am Leben der Kirche teilgenommen, und zwar über Marien-Bruderschaften. Außerdem haben sie immer schon die Güter und das Eigentum der Kirche verwaltet…

Bischofsvikar Camillo Ballin aus Kuwait:

„Ich versichere den Patriarchen und all unseren Mitbrüdern im Bischofsamt, dass wir wirklich alles tun (für die Gastarbeiter aus Golf, die zu den Ostkirchen gehören), was wir nur können; sie selbst könnten nicht mehr tun, wenn sie dort wären. Wir bitten unsere muslimischen Brüder, uns die Räume zu geben, um angemessen beten zu können.“

Der melkitische Erzbischof Georges Haddad aus dem Libanon:

„Die Religions- und Gewissensfreiheit gilt (im Libanon) nur für die 18 historisch anerkannten (Glaubens-) Gemeinschaften (12 christliche, 4 islamische sowie Drusen und Juden). Jeder, der nicht zu einer dieser Gemeinschaften gehört, darf seine (Religions-) Freiheit nicht leben!“

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Published in: on 15. Oktober 2010 at 21:11  Schreibe einen Kommentar  

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