Botschaft zum Weltflüchtlingstag

Am 16. Januar 2011 begeht die Kirche den Welttag der Migranten – Gelegenheit für die Kirche, sich diesem Phänomen und den damit zusammenhängenden Auswirkungen auf Kirche und Gesellschaft zu widmen. Das schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft zu diesem Ereignis, die der Vatikan am Dienstag vorstellte. Zentrum des Christlichen sei immer noch die Aufforderung Jesu im Johannesevangelium: „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“. Der Papst geht in seiner Botschaft vom Gedanken der einen Menschheitsfamilie aus, wir Menschen würden nicht „zufällig nebeneinander“ leben, sondern als Brüder und Schwestern denselben Weg gehen.

„Wir sind auf demselben Weg, dem Lebensweg, durchleben aber auf diesem Weg unterschiedliche Situationen. Viele sehen sich mit der schwierigen Erfahrung der Migration konfrontiert, in ihren verschiedenen Formen: innerhalb eines Landes oder im Ausland, ständig oder vorübergehend, wirtschaftlich oder politisch, freiwillig oder erzwungen. In manchen Fällen ist das Verlassen des eigenen Landes durch unterschiedliche Formen der Verfolgung bedingt, die die Flucht notwendig machen..“

Grundsätzlich sei Auswanderung ein Menschenrecht, erinnert der Papst in seiner Botschaft. Aber er nennt auch die Gegenpflichten der Einwanderer:

„Die Staaten haben das Recht, die Einwanderungsströme zu regeln und die eigenen Grenzen zu schützen, wobei die gebührende Achtung gegenüber der Würde einer jeden menschlichen Person stets gewährleistet sein muss. Die Einwanderer haben darüber hinaus die Pflicht, sich im Gastland zu integrieren, seine Gesetze und nationale Identität zu respektieren.“ (rv)

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Published in: on 27. Oktober 2010 at 09:02  Schreibe einen Kommentar  

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