Papst in Spanien

Benedikt XVI. hat mehr Schutz für Ehe und Familie sowie für das menschliche Leben gefordert. In Barcelona weihte er an diesem Sonntag die weltberühmte Sagrada Familia ein. Dabei sprach er auch einige Anliegen deutlich an, die schon an seinem ersten Reiseziel am Samstag, Santiago de Compostela, angeklungen waren. Wörtlich meinte der Papst:

„Die Lebensumstände haben sich zutiefst gewandelt, und gleichzeitig gab es enorme Fortschritte im technischen, sozialen und kulturellen Bereich. Wir können uns mit diesen Fortschritten nicht begnügen. Mit ihnen müssen immer auch sittliche Fortschritte einhergehen, wie die Beachtung, der Schutz und die Unterstützung der Familie, denn die großherzige und unauflösbare Liebe zwischen einem Mann und einer Frau ist der fruchtbare Rahmen und die Grundlage des menschlichen Lebens bei seinem Entstehen, seiner Geburt, seinem Wachstum und seinem natürlichen Ende. Nur dort, wo Liebe und Treue vorhanden sind, entsteht die wahre Freiheit und dauert sie fort. Daher fordert die Kirche angemessene wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, daß die Frau zu Hause und am Arbeitsplatz ihre volle Verwirklichung finden kann; daß der Mann und die Frau, die den Ehebund schließen und eine Familie gründen, vom Staat wirklich unterstützt werden; daß das Leben der Kinder vom Augenblick ihrer Empfängnis an als heilig und unantastbar verteidigt wird; daß die Geburten auf rechtlicher, sozialer und legislativer Ebene Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung erhalten. Daher widersetzt sich die Kirche jeglicher Form der Ablehnung des menschlichen Lebens und hält das aufrecht, was die natürliche Ordnung im Bereich der Familie als Institution fördert.“

Der Papst war an seinem zweiten spanischen Reisetag in Barcelona angekommen. Auf dem Programm stand die Weihe der weltberühmten Sagrada Familia. An der Kirche des Architekten Antonio Gaudi (1852-1926) wird bereits seit 128 Jahren gebaut; Teile von ihr sind UNESCO-Weltkulturerbe. Am Samstag hatte Benedikt XVI. den nordspanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela besucht und dabei an die christlichen Wurzeln Europas erinnert. (rv)

Auch bei seinem Mittagsgebet in der Sagrada Familia von Barcelona hat der Papst zum Schutz von Ehe und Familie aufgerufen. Jesus habe uns durch sein Leben die Würde und den ursprünglichen Wert von Ehe und Familie gelehrt, so Benedikt XVI. wörtlich:

„Jesus hat uns auch gelehrt, dass die ganze Kirche, indem sie sein Wort hört und es befolgt, zu seiner Familie wird. Und mehr noch hat er uns aufgetragen, Samen der Brüderlichkeit zu sein, der, in alle Herzen ausgesät, zur Nahrung für die Hoffnung wird. In tiefer Verehrung für die Heilige Familie von Nazaret … und beseelt vom Eifer für seinen christlichen Glauben, ist es dem genialen Antoni Gaudí gelungen, dieses Gotteshaus als einen aus Stein gefertigten Lobpreis für Gott erstehen zu lassen. Ein Lobpreis für Gott, der wie bei der Geburt Christi als Hauptfiguren die demütigsten und einfachsten Menschen haben würde.“ (rv)

 

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Published in: on 10. November 2010 at 09:52  Schreibe einen Kommentar  

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