Piusbrüder müssen „Ja“ sagen

Mons. Guido Pozzo, Sekretär der päpstl. Kommission "Ecclesia Dei"

Der „Fall Williamson“ muss von der Frage einer eventuellen Annäherung zwischen katholischer Kirche und Piusbruderschaft abgetrennt werden. Das unterstreicht Mons. Guido Pozzo, Sekretär der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ an der vatikanischen Glaubenskongregation, die für die Gespräche mit den Traditionalisten zuständig ist. Bei den Differenzen zwischen Lefebvrianern und der katholischen Kirche gehe es nicht um politische Ansichten, sondern um Fragen der Lehre und des Kirchenrechts, sagte Pozzo im Gespräch mit uns:

„Der Fall von Mons. Williamson ist ein Einzelfall, und es obliegt dem Oberen der Piusbruderschaft, ihn innerhalb der Bruderschaft zu behandeln, auch mit disziplinären Maßnahmen, wenn es die Umstände erfordern. Über die Positionen von Mons. Williamson hat sich der Heilige Stuhl schon vor Zeiten mit absoluter Klarheit geäußert. Der Heilige Vater hat im Buch „Licht der Welt“, das dieser Tage veröffentlich wurde, auch bestätigt, dass der Fall Williamson, soweit er die irrigen Erklärungen bezüglich des Holocaust betrifft, ein Fall für sich ist und vollkommen abgetrennt werden muss von der Frage der Beziehungen zwischen Piusbruderschaft und Heiligem Stuhl, die doktrinäre und kirchenrechtliche Probleme betreffen.“

Die Gespräche mit der Piusbruderschaft finden im zweimonatigen Rhythmus statt. Sie sind von einem „positiven und konstruktiven“ Gesprächsklima getragen, sagte Pozzo. Die Lefebvrianer hätten eine weniger statische Vorstellung von Tradition als vielfach angenommen. In der Frage der Liturgie müssten sie sich allerdings noch zu einer Anerkennung der Messe nach den neuen Büchern durchringen.

„Die Grundfrage, die die Piusbruderschaft beantworten muss, ist, ob die ordentliche Form des Römischen Ritus, die Paul VI. promulgiert hat, in sich gültig und legitim ist. Zu diesem Punkt darf es keine Zweifel und kein Zögern geben. Die Antwort muss unzweifelhaft „Ja“ sein.“ (rv)

 

 

 

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Published in: on 3. Dezember 2010 at 23:53  Schreibe einen Kommentar  

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