Weihnachten 2010 in Rom

Christmette in St. Peter
Gottes Menschwerdung im Kind und sein Bitten um unser Mit-Lieben in dieser Welt: dies waren die großen Linien der Predigt von Papst Benedikt XVI. bei der Christmette im Petersdom. Gemeinsam mit 30 Kardinälen und einer bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche gedachte der Papst der Geburt Christi – mehr als 10.000 Gläubige hörten dem Papst zu. Der Papst, aber auch die Lesungen und die Symbolhandlungen der Messe, sprachen von der Verheißung und ihrer Erfüllung in Jesus Christus. Die Menschheit hat immer schon gewartet und gehofft auf einen König, der Frieden und Licht bringe, so der Papst. Die Prophezeiungen kündigten sein Kommen an; und doch sei die Erfüllung der Verheißung einerseits unendlich größer, andererseits – weltlich gesehen – unendlich geringer, als dies Prophezeiungen sahen.

„Sie ist größer, denn dieses Kind ist wirklich Gottes Sohn, wirklich ‚Gott von Gott, Licht vom Licht, gezeugt nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater‛. Die unendliche Entfernung zwischen Gott und Mensch ist überbrückt. Gott hat sich nicht nur herabgebeugt, wie die Psalmen es beten; er ist wirklich ‚herabgestiegen‛, in die Welt gekommen, einer von uns geworden, um uns alle an sich zu ziehen. Dieses Kind ist wirklich Emmanuel – Gott mit uns. Sein Reich geht wirklich bis an die Enden der Erde.“ (rv)

Urbi et Orbi
Mit tausenden Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. am ersten Weihnachtstag an Gottes Menschwerdung erinnert: „Gott ist mit uns; er ist kein Unbekannter, er hat ein Gesicht: das Gesicht Jesu“, so der Papst von der Loggia des Petersdoms zu seinen Zuhörern in aller Welt. In seiner Weihnachtsbotschaft rief der Papst zu Solidarität mit den Christen im Nahen Osten auf, auch der Irak und die Volksrepublik China standen im Mittelpunkt seiner Gedanken. Nach der Ansprache spendete er den traditionellen Segen „Urbi et orbi“ – in 65 Sprachen wünschte er danach frohe Weinachten.

„Nur wer sich der Liebe öffnet, wird vom Licht der Weihnacht umfangen. So war es in der Nacht von Bethlehem, und so ist es auch heute. Die Menschwerdung des Sohnes Gottes ist ein Ereignis, das in der Geschichte geschehen ist, über diese aber zugleich hinausgeht. (…) An Gott glauben, der unsere Geschichte teilen wollte, ist eine ständige Ermutigung, sich für diese Geschichte, auch inmitten ihrer Widersprüchlichkeiten, einzusetzen. Es ist Grund zur Hoffnung für all jene, deren Würde beleidigt oder verletzt wurde, da ER, der zu Bethlehem geboren wurde, gekommen ist, den Menschen von der Wurzel jeder Knechtschaft zu befreien.“ (rv)

Advertisements
Published in: on 29. Dezember 2010 at 15:06  Schreibe einen Kommentar  

The URI to TrackBack this entry is: https://kirchennews.wordpress.com/2010/12/29/weihnachten-2010-in-rom/trackback/

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: