Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.

Bereits am Sonnabend hatten die Feierlichkeiten zur Seligsprechung in Rom begonnen. Am Circus Maximus hatten sich rund 200.000 Menschen zur Nachtwache im Gedenken an Johannes Paul II. versammelt. Unter dem Schein tausender Kerzen haben vor allem Jugendliche auf der Pferderennbahn des antiken Roms zur Gebetswache zusammengefunden. Unter ihnen war auch die französische Nonne Marie Simon-Pierre, die über ihre Heilung von der Parkinson-Krankheit berichtete, die ein Gebet an den verstorbenen Papst bewirkt haben

Die Seligsprechung auf dem Petersplatz

Sel. Johannes Paul II.

Mehr als eine Million Menschen haben an diesem Sonntag die Seligsprechung Johannes Pauls II. am Petersplatz gefeiert. Dicht gedrängt standen die Menschen vom Petersplatz zurück bis hinter die Engelsburg.

„Habt keine Angst!“, unter diesem zum Leitwort gewordenen Satz aus der ersten Ansprache Johannes Pauls II. stand die gesamte Feier. Und um 10.37 Uhr war es dann soweit: Zu Beginn der Messfeier, nachdem der Generalvikar für das Bistum Rom, Kardinal Agostino Vallini, den Papst offiziell um die Seligsprechung gebeten und eine Vita des 2005 verstorbenen Papstes vorgelesen hatte, nahm Benedikt XVI. die Seligsprechung vor.

„Wir haben den Wunsch unseres Mitbruders Agostio Vallini entgegengenommen, unseres Generalvikars für das Bistum Rom, und von vielen anderen Brüdern im Bischofsamt und von vielen Gläubigen. Nachdem wir die Meinung der Kongregation für die Heiligsprechungen angehört haben, erlauben wir nun mit unserer apostolischen Autorität, dass der verehrungswürdige Diener Gottes Papst Johannes Paul II. von jetzt an selig genannt werden darf und dass sein Gedenktag an den Orten und nach den Weisen, die das Kirchenrecht festgesetzt hat, jährlich am 22. Oktober gefeiert wird.“(rv)

Seine Predigt zur Seligsprechung begann Papst Benedikt XVI. mit Gedanken an die nun sechs Jahre zurückliegende Beerdigung seines Vorgängers.

„Groß war der Schmerz über den Verlust, aber noch größer war die Erfahrung einer unendlichen Gnade, die Rom und die ganze Welt umfing: die Gnade, die wie die Frucht des ganzen Lebens meines geliebten Vorgängers und besonders seines Zeugnisses im Leiden war. Schon an jenem Tag spürten wir den Duft seiner Heiligkeit ausströmen, und das Volk Gottes hat auf viele Weisen seine Verehrung für ihn zum Ausdruck gebracht. Daher wollte ich, dass sein Seligsprechungsprozess- unter entsprechender Beachtung der Vorschriften der Kirche ziemlich rasch vorangehen konnte. Und heute ist der erwartete Tag gekommen; er ist schnell gekommen, weil es dem Herrn so gefallen hat: Johannes Paul II. ist selig!“ (rv)

Den Abschluss der Seligsprechungsfeierlichkeiten bildete das Gebet des Regina Coeli, Papst Benedikt grüßte die angereisten Pilger noch einmal in verschiedenen Sprachen. Auf deutsch sagte er:

„Der selige Papst Johannes Paul II. steht uns noch lebendig vor Augen, wie er uns die Frische des Evangeliums verkündet und die Barmherzigkeit Gottes und die Liebe Christi in seinem Wirken verkörpert hat. Bitten wir den neuen Seligen, dass auch wir frohe Zeugen der Gegenwart Christi in der Welt sind. Der Frieden des auferstandenen Herrn geleite euch auf allen Wegen.“ (rv)

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Published in: on 1. Mai 2011 at 22:37  Schreibe einen Kommentar  

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