Chinesische Bischöfe verschleppt

In China sind mehrere katholische Bischöfe von Sicherheitskräften verschleppt worden. Der offizielle Bischof von Hengchow, Feng Xinmao, sei von der Polizei an einen isolierten Ort verbracht worden, so Asianews unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen. Nach Agenturangaben gingen die Sicherheitskräfte gegen Priester und weitere Gläubige vor, die um das Haus des Bischofs eine Mauer gebildet hätten, um diesen vor dem Zugriff der Polizei zu schützen. Auch andere Bischöfe seien verschleppt worden, so Asianews weiter. Kontext der Vorfälle sei die Vollversammlung der offiziellen staatstreuen katholischen Kirche in China, die an diesem Dienstag in Beijing beginnt.

Erst vor gut zwei Wochen waren Bischöfe in der Provinz Hebei gezwungen worden, an einer von Rom nicht genehmigten Bischofsweihe teilzunehmen; der Vatikan reagierte darauf deutlich verstimmt. Dabei hatte sich das Verhältnis zwischen dem Heiligen Stuhl und den chinesischen Behörden in den letzten Jahrzehnten doch enorm verbessert, und die chinesische Religionspolitik sei insgesamt offener geworden, erinnert der China-Experte Roman Malek im Gespräch mit uns. Wir hatten den Steyler-Missionar vor den letzten Spannungen ausführlich zum Thema befragt. (rv)

Published in: on 7. Dezember 2010 at 22:48  Schreibe einen Kommentar  

Generalaudienz vom 1. Dezember

Papst Benedikt XVI. hat an diesem Mittwoch zum Gebet für Chinas Kirche aufgerufen. Bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch sagte der Papst:

Sel. Juliana von Norwich

„Ich empfehle eurem Gebet und dem aller Katholiken weltweit Chinas Kirche an, die – wir ihr wisst – derzeit besonders schwierige Momente erlebt. Bitten wir die heilige Jungfrau Maria, die Helferin der Christen, um die Unterstützung aller chinesischer Bischöfe, die mir sehr am Herzen liegen, damit sie ihren Glauben mit Mut bezeugen und jede Hoffnung auf den erwarteten Retter richten. Vertrauen wir weiter alle Katholiken dieses geliebten Landes der Jungfrau Maria an, damit sie durch ihre Fürsprache eine wahrhaftige christliche Existenz in Einheit mit der Weltkirche realisieren und so auch zur Harmonie und zum Gemeinwohl ihres edlen Volkes beitragen können.“ (rv/pm)

„Alles wird gut sein und alles wird gut sein, und aller Art Dinge wird gut sein“ – an den grenzenlosen Optimismus der englischen Mystikerin Juliana von Norwich (1342-1413) hat Papst Benedikt XVI. an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz erinnert. Wegen Regenwetters fand sie diesmal in der Audienzhalle statt. Auch bei dieser Station seiner Reihe über große Frauengestalten des Mittelalters stellte der Papst die weibliche Glaubensstärke trotz der Widrigkeiten des Lebens in den Vordergrund: Leiden hatte für Juliana von Norwich einen höheren Sinn, so Benedikt XVI. Als sie 1373 plötzlich von einer heftigen Krankheit heimgesucht wurde, habe sie in dieser Zeit 16 Visionen gehabt, die sie die „unfassbare Liebe Gottes zu uns Menschen tiefer verstehen“ ließ. Es folgte ein radikaler Entschluss… (rv)

 

 

 

 

Published in: on 2. Dezember 2010 at 10:44  Schreibe einen Kommentar  

Christen in China

Mehr als 23 Millionen Christen gibt es in China – mehr als jemals in der Geschichte. Das schreibt die englischsprachige Tageszeitung „China Daily“, die sich auf eine Studie der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften stützt. Die Zahl der Katholiken liegt danach offiziell bei 5,7 Millionen; in diese Zahl ist die so genannte „Untergrundkirche“, die wesentlich größer sein soll, nicht eingerechnet. Auch andere Religionen wie Buddhismus, Islam und Taoismus weisen einen deutlichen Zuwachs auf. 70 Prozent der Christen in China sind Frauen; der Aufstieg des Christentums hängt nach Ansicht der Wissenschaftler mit dem wirtschaftlichen Boom zusammen. 73 Prozent der heutigen Christen hätten sich nach 1993 bekehrt; in den zehn Jahren zuvor lag diese Zahl nur bei 18 Prozent. Viele Christen seien jung und gut ausgebildet; am meisten Christen gebe es an der Ostküste und rund um den Jangtze-Fluss. Die Zahl der Kirchen liege derzeit bei über 55.000; die meisten von ihnen seien in den letzten Jahren errichtet worden. Ende 2009 seien in China 50 Millionen Bibelausgaben in Umlauf gewesen, so die Studie weiter. (ansa)

Published in: on 3. Oktober 2010 at 21:21  Schreibe einen Kommentar  

Bischofsweihe in China

In China ist ein katholischer Bischof geweiht worden. Die Ordination habe mit Billigung des Papstes und in Einvernehmen mit der Regierung in Peking stattgefunden, berichtet die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ am Dienstag. Der 46-jährige John Baptist Yang Xiaoting werde künftig als Bischofskoadjutor in Yan’an in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi tätig sein. Die Bischofsweihe erfolgte laut der Vatikanzeitung bereits am vergangenen Donnerstag. – In China gibt es derzeit rund 90 katholische Bischöfe. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Mitglieder der staatlich anerkannten „Patriotischen Vereinigung“, die anderen gehören der papsttreuen Untergrundkirche an. Der Streit über die Weihe von regierungsnahen Bischöfen ohne Zustimmung Roms ist einer der Hauptkonfliktpunkte zwischen der chinesischen Regierung und dem Vatikan. (or/kna)

Published in: on 23. Juli 2010 at 08:50  Schreibe einen Kommentar  

Weltgebetstag für China

Der 24. Mai ist in diesem Jahr nicht nur Pfingstmontag, sondern auch Weltgebetstag für die Kirche in China -Benedikt XVI. hat diesen Tag vor drei Jahren eingeführt. Ein kurzer Gedanke des Papstes zu China:

„Wir wissen, dass China immer wichtiger wird im politischen und wirtschaftlichen Leben – und auch im Leben des Geistes. Es ist wichtig, dass sich dieses große Land dem Evangelium öffnet… Der heilige Missionar Joseph Freinademetz wollte nicht nur als Chinese leben und sterben, sondern auch im Himmel noch Chinese bleiben: So sehr hat er sich mit diesem Volk identifiziert, in der Gewissheit, dass es sich dem Glauben an Jesus Christus öffnen würde.“

Published in: on 24. Mai 2010 at 21:26  Comments (5)  

Aufruf zum Gebetstag für die Kirche in China am Pfingstmontag

Papst Benedikt XVI. hat am Pfingstsonntag alle Gläubigen zum Gebet für die Einheit der katholischen Kirche in China sowie für deren Einheit mit der Universalkirche aufgerufen. Anlass war der „Gebetstag für die Kirche in China“, der am 24. Mai begangen wird. Nach seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz äußerte der Papst die Hoffnung, dass die Gläubigen in China untereinander eine Gemeinschaft bildeten und dass sich ihre Einheit mit der Weltkirche immer weiter vertiefe. – In seinem Offenen Brief an die Kirche in China vom Frühsommer 2007 hatte Benedikt XVI. den 24. Mai zum Gebetstag für die Kirche in China bestimmt. In dem Schreiben hatte er die Katholiken der regimenahen Patriotischen Vereinigung und die romtreue Untergrundkirche zur Einheit in Gemeinschaft mit dem Papst und der Weltkirche aufgerufen. (kipa)

Published in: on 23. Mai 2010 at 19:19  Schreibe einen Kommentar  

Papstbesuch in China ?

Der chinesische Bischof Jose Lai Hung-seng hat die Hoffnung auf einen Besuch von Papst Benedikt XVI. in China geäußert. „Ich hoffe, dass ein Papstbesuch in China in diesem Jahrhundert möglich sein wird, und ich hoffe, dass es Benedikt XVI. sein wird“, sagte der Bischof von Macao nach portugiesischen Medienberichten vom Mittwoch. Am Rande des Papstbesuches in Portugal erklärte der Bischof, er wünsche sich eine Reise des Papstes in die Volksrepublik schon für das kommende Jahr. (kna)

Published in: on 14. Mai 2010 at 21:01  Schreibe einen Kommentar