Vatikan-Zeitung nennt Theologen-Memorandum „nicht hilfreich“

Das Memorandum der deutschsprachigen Theologen ist „nicht hilfreich“. So zitiert die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Bisher haben 256 Theologen das Memorandum unterschrieben. Die Zitate von Erzbischof Robert Zollitsch stammen aus einem Beitrag für die „Welt am Sonntag“. Er habe von Seiten der Bischöfe die Bereitschaft zum Dialog bekundet, schreibt die Vatikanzeitung – in der Überzeugung, dass Modifizierungen des kirchlichen Lebens und der Strukturen möglich und sicher auch notwendig seien. Es war das erste Mal, dass der „L’Osservatore“ auf das Memorandum und die darüber in Deutschland geführte Diskussion einging. (or/kna)

 

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Published in: on 2. März 2011 at 16:32  Comments (1)  

Neue Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am Dienstag eine Handreichung zur „Prävention von sexualisierter Gewalt im Bereich Jugendpastoral“ veröffentlicht. Sie soll die „Rahmenordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen“ ergänzen, die von der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im September verabschiedet worden war. Die neue Handreichung benennt fünf zentrale Eckpunkte präventiven Handelns in der Jugendpastoral. Dazu gehört beispielsweise ein „angemessenes Nähe- und Distanz-Verhältnis“. Die Broschüre solle dazu beitragen, „jeder Form sexualisierter Gewalt besonnen, entschieden und mutig entgegenzutreten“, heißt es im Vorwort. Mädchen und Jungen sollten innerhalb der Kirche einen geschützten Raum für ihre Entfaltung finden. Neben kirchlichen Experten haben an der Broschüre auch nicht-kirchliche Opferverbände mitgearbeitet. (pm)

Published in: on 9. Februar 2011 at 18:33  Schreibe einen Kommentar  

Bischof Ackermann tritt bei RTL auf

Bischof Stephan Ackermann, Bischof von Trier

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann ist am Sonntag, 5. Dezember zu Gast beim RTL-Jahresrückblick „2010! Menschen, Bilder, Emotionen“. Bischof Ackermann wird vor dem Hintergrund der 2010 bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs live mit Moderator Günther Jauch darüber sprechen, wie er das Jahr erlebt habt. Der Trierer Bischof ist seit Februar Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich. Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 5. Dezember ab 20.15 Uhr im RTL-Fernsehen.

 

Published in: on 29. November 2010 at 20:39  Schreibe einen Kommentar  

Schuldbekenntnis für Missbrauchsfälle

Bischof Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück

Als erster Bischof einer deutschen Diözese legt der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode am Sonntag ein öffentliches Schuldbekenntnis für die Missbrauchsfälle in der Kirche ab. Der Bußgottesdienst findet um 17 Uhr im Dom statt, kündigte das Bistum an. Vertreter der Räte und Gremien der Diözese hatten Bode bei einer Klausurtagung Mitte September um ein solches Zeichen gebeten. Bodes Schuldbekenntnis soll vor allem einem „Klima der Verschleierung“ gelten. Dabei gehe es um die „strukturelle Sünde“ der Kirche, bei der von Verantwortlichen mehr auf den „guten Ruf der Kirche“ als auf das Leid der Missbrauchsopfer geachtet worden sei. Im Juni hatte Bode die Opfer sexuellen Missbrauchs öffentlich um Entschuldigung gebeten und zuvor mit Betroffenen persönlich Kontakt aufgenommen. Bei ihrer Herbstvollversammlung in Fulda hatten die deutschen Bischöfe beschlossen, im Frühjahr 2011 ein ähnliches Schuldbekenntnis im Hinblick auf die Missbrauchsfälle abzulegen. (kna)

 

 

Published in: on 25. November 2010 at 22:37  Schreibe einen Kommentar  

Staatsbesuch des Papstes 2011 in Deutschland?

Gerüchte über einen Deutschlandbesuch des Papstes im Jahr 2011 werden weder vom Vatikan noch von der deutschen Bischofskonferenz bestätigt. Die Zeitung „Frankfurter Rundschau“ spekuliert an diesem Montag, der Papst wolle im kommenden Jahr zu seinem ersten offiziellen Staatsbesuch nach Deutschland kommen und dabei unter anderem Berlin und das Erzbistum Freiburg besuchen. Bereits in den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Berichte über bevorstehende Besuche gegeben. DBK-Sprecher Matthias Kopp sagte dazu der Nachrichtenagentur KNA, dass es einen Brief des Bundespräsidenten gebe, in dem dieser den Papst einlädt. – Es ist üblich, dass nicht der Vatikan, sondern das einladende Land einen Besuch des Papstes bekannt gibt. Die beiden bisherigen Besuche Benedikt XVI. 2005 und 2006 waren keine Staatsbesuche, sondern Pastoralreisen. (rv/kna)

Nein zur Präimplantationsdiagnostik

Weihbischof Anton Losinger, Weihbischof in Augsburg

Die katholische Kirche hat ihr striktes Nein zur Präimplantationsdiagnostik (PID) bekräftigt. Die Deutsche Bischofskonferenz bewertete die umstrittene Methode als „massiven Verstoß“ gegen das Grundgesetz und das Embryonenschutzgesetz. Das geht aus einer Erklärung der Bischöfe von diesem Mittwoch hervor. PID verstoße insbesondere gegen das grundgesetzlich festgeschriebene Verbot der Benachteiligung auf Grund von Behinderung, führte darin Weihbischof Anton Losinger aus. Diese Benachteiligung erfolge in dem Moment, wenn ein Embryo wegen eines auffälligen genetischen Befundes verworfen werde, so das Ethikrat-Mitglied. Die Bischöfe drängen weiter zur Neufassung des Embryonenschutzgesetzes: Die Lücken, die sich aus dem Urteil des Bundesgerichtshofes zur PID ergeben hätten, müssten durch rechtliche Maßnahmen geschlossen werden. Wo es um Lebensrecht und Menschenwürde gehe, seien keine Kompromisse möglich, heißt es weiter. (pm/kipa)

 

 

 

 

 

 

 

 

Published in: on 14. Oktober 2010 at 20:24  Schreibe einen Kommentar  

Neue Leitlinien

Bischof Stephan Ackermann, Bischof von Trier

Die Deutsche Bischofskonferenz hat in Trier die neuen Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche vorgestellt. DBK-Missbrauchsbeauftragter Bischof Stephan Ackermann stellte die Regelungen in Trier der Presse vor. Die Leitlinien treten an diesem Mittwoch, dem 1. September 2010, in Kraft. Die Neuerungen wurden von den Bischöfen als „Fortschreibung“ der Leitlinien von 2002 ausgewiesen. Sie zielen auf eine abgestimmtere Vorgehensweise und klären genauer Zuständigkeiten im Falle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch Geistliche und kirchliche Mitarbeiter. Dabei wird auch katholischen Rechtsträgern, die nicht in diözesaner Zuständigkeit stehen – also vor allem Ordensgemeinschaften – empfohlen, die Leitlinien zu übernehmen. (rv)

Reaktionen
Die neuen Richtlinien machten deutlich, dass „die Opfer an erster Stelle stehen und es keinen falsch verstandenen Schutz der Institution Kirche gibt.“ Das sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken am Dienstag in Bonn. Alois Glück sprach von einem „klaren Signal gegen Vertuschung und Verschleierung“. Auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) lobt die Verschärfung der Leitlinien. „Die Veränderungen bieten einen besseren Schutz für junge Menschen und stellen die Perspektive der Opfer in den Vordergrund“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler in einer Pressemitteilung. Die Deutsche Kinderhilfe erklärte, die Leitlinien seien eine deutliche Verbesserung. Sie sollten auch Signalwirkung für andere Gruppen wie etwa Sportvereine haben.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger verteilte Lob, sieht aber weiterhin Unklarheiten. Einerseits habe die Kirche das klare Bemühen gezeigt, „aus den Schwächen der alten Richtlinien die richtigen Lehren“ zu ziehen. Nicht ganz deutlich werde aber andererseits, wie innerhalb der Kirche künftig mit den Fällen umgegangen werden solle, in denen das Opfer der Einschaltung der Staatsanwaltschaft ausdrücklich widerspreche. (pm/kna)

Published in: on 3. Oktober 2010 at 22:14  Schreibe einen Kommentar  

Grundsatzurteil zur Sterbehilfe ausgesprochen

In einem Grundsatzurteil zur Sterbehilfe hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag einen Rechtsanwalt vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen. Auf der Grundlage eines Patientenwillens, auch wenn dieser mündlich geäußert ist, ist der Abbruch einer lebenserhaltenden Behandlung nicht strafbar, so das Urteil. Der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung Eugen Brysch sagte kurz nach der Urteilsverkündung gegenüber dem Domradio: „Ich glaube, wir sollten genau hinschauen, auch wenn der Anwalt heute freigesprochen worden ist. Aber nicht alles, was straflos bleibt, ist auch geboten. Ich glaube, Wildwest darf am Sterbebett und erst recht bei Sterbenskranken keine Rolle spielen.“

Um den Angehörigen ein Dilemma zu ersparen, rät Brysch zu einer schriftlichen Patientenverfügung. Sie muss hinreichend konkret formuliert und auf die Krankheitszustände und die medizinischen Maßnahmen abgestimmt sein. An die Politik stellt der Vorsitzende der Hospiz Stiftung folgende Forderung: „Der Gesetzgeber ist gefordert, Regelungen zu treffen, die den Patientenwillen von Schwerstkranken nicht zum Spielball fremder Interessen und erst recht Mutmaßungen anderer machen lässt. Hier muss das Patientenverfügungsgesetz eindeutige Regeln vorschreiben, dass mehrere Angehörige zu befragen sind, grundsätzlich diese Dinge auf den Krankheitszustand angewiesen werden sollen und dass darüber auch eine klare Dokumentation erfolgt. – Das ist in diesem Fall alles nicht geschehen.“ (domradio/rv/kna)

In einer ersten Reaktion auf das am Freitag gesprochene Sterbehilfe-Urteil mahnt die Deutsche Bischofskonferenz zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe stärker zu unterscheiden. Das sei für die katholische Kirche maßgebend, heißt es in einer Mitteilung. Eine differenzierte Analyse sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, aber die Differenzierung scheint „uns in dem Urteil nicht genügend berücksichtigt zu sein“, so die Oberhirten „Wir fürchten durch diese Verunklarung sensible ethische Folgeprobleme.“ Im Fall eines Wachkoma-Patienten werfe die Unterscheidung von aktiver und passiver Sterbehilfe zusätzliche Probleme auf. Die Bischofskonferenz kündigte eine „sehr sorgfältige und differenzierte“ Analyse des Urteils an. (pm/rv/kna)

Published in: on 25. Juni 2010 at 21:45  Schreibe einen Kommentar  

Ende der „Causa Mixa“

Der Rücktritt des Bischofs werde nun endgültig nicht mehr in Frage gestellt, gaben die Bistumsleitung von Augsburg und Bischof emeritus Walter Mixa in einer gemeinsamen Erklärung von diesem Mittwoch an. Man habe sich in einem Gespräch an diesem Dienstag geeinigt, hieß es weiter. An dem Gespräch nahmen neben Mixa und dem Diözesanadministrator, Weihbischof Josef Grünwald, auch die Anwälte der beiden Parteien und weitere Vertreter der Bistumsleitung teil. In einer Fünf-Punkte-Erklärung stellen alle Beteiligten fest, dass Bischof emeritus Mixa aus der Bischofswohnung in Augsburg ausziehe und die Diözese ihm eine geeignete Wohnung suchen werde. Daran würden sich die bayerischen Bischöfe beteiligen. Bei seinem bevorstehenden Gespräch mit Papst Benedikt XVI. werde Mixa seinen Rücktritt und dessen Umstände nicht zum Thema machen. Punkt vier der Erklärung hält fest, dass Mixa „für den Druck, den er bei der Unterzeichnung seines Rücktritts empfunden hat“, niemanden verantwortlich und niemandem Vorwürfe mache. (pm)

Gemeinsame Fünf-Punkte-Erklärung zwischen Bistumsleitung und Bischof em. Mixa:

1. Bischof em. Dr. Mixa verlässt die Wohnung im Bischofshaus.

2. Die Diözese wird, um einer endgültigen Entscheidung des Nachfolgers im Bischofsamt nicht vorzugreifen, eine vorübergehende Wohnung für Bischof em. Dr. Mixa suchen. Eine Abstimmung mit den bayerischen Bischöfen gemäß deren Erklärung vom heutigen Tag wird gesucht.

3. Der Einladung des Heiligen Vaters zu einem Gespräch in Rom will Bischof em. Dr. Mixa gerne nachkommen; sein Rücktritt und dessen Umstände werden hierbei nicht in Frage gestellt.

4. Für den Druck, den er bei Unterzeichnung seines Rücktritts empfunden hat, macht Bischof em. Dr. Mixa niemand verantwortlich und niemandem Vorwürfe.

5. Bischof em. Dr. Mixa will sich in einem persönlichen Schreiben an die Gläubigen der Diözese Augsburg wenden.

Mit Datum vom vergangenen Mittwoch hat das Bistum Augsburg auch einen Brief des emeritierten Bischofs Walter Mixa vorgelegt. In diesem Brief bittet er um Versöhnung und um neuen Zusammenhalt der Gläubigen in der Diözese Augsburg:

Dr. Walter Mixa
Bischof emeritus von Augsburg, 23. Juni 2010

Bitte um Versöhnung und neuen Zusammenhalt der Gläubigen in der Diözese Augsburg des emeritierten Katholischen Diözesan- und Militärbischofs Dr. Walter Mixa

Während der vergangenen Monate ist sehr viel in den Medien über die Verhältnisse in der Diözese Augsburg, auch über meine Person, geschrieben und gesagt worden. In vielfältiger Hinsicht waren die Berichte in dieser oder jener Richtung tendenziös. Über diese vergangenen Berichte will ich jetzt nicht sprechen, da sie weitgehend bekannt sind. Mir geht es mit meinem jetzigen Zeugnis nicht nur um eine Klarstellung, sondern darum, auch eine Versöhnung zu erbitten und alle dazu einzuladen.

14 Jahre lang bin ich sehr gern Diözesanbischof sowohl in Eichstätt als auch in Augsburg gewesen und habe meine bischöflichen Dienste mit großer Bereitschaft und Liebe getan. Ebenso war ich in der Militärseelsorge mit unseren Soldaten in den verschiedenen Situationen immer gut verbunden und habe versucht, ihre Sorgen und Anliegen mitzutragen und auch den nötigen Trost zu geben.

Wie allgemein bekannt, bin ich durch die widrigen Umstände, die sich wegen der Mißhandlungsfälle in verschiedenen Internaten und Häusern ergeben haben, auch ins Gespräch gekommen. 20 Jahre hatte ich als Stadtpfarrer von Schrobenhausen eine Mitverantwortung für das dortige Kinder- und Jugendheim.

In den vielen Jahren meines Dienstes habe ich immer versucht, den richtigen Weg einzuschlagen und mich bemüht, die Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erfüllen. Ich will keineswegs verschweigen, dass mir nicht immer alle diese Vorsätze in der rechten Weise gelungen sind. Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht, obwohl ich niemanden in irgendeiner Weise verletzen oder beschädigen wollte. Es soll aber nicht irgendeine Beschönigung ausgesprochen werden, sondern ich bitte nicht nur um Entschuldigung, sondern vor allem um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe. Dies tut mir von ganzem Herzen leid. Ein großer Trost ist für mich, daß in der Botschaft Jesu immer wieder die Rede ist von der Barmherzigkeit, die Gott uns in der Liebe Jesu schenkt. Damit will ich sagen: ich bin in vieler Hinsicht schuldig geworden und bitte alle, die ich enttäuscht habe, nochmals nicht nur um Verständnis, sondern auch um Verzeihung.

Wegen der sich zusammenbrauenden Berichte in der unterschiedlichsten Weise sah ich mich in einer sehr schmerzlichen Situation veranlaßt, sehr schweren Herzens dem Papst meinen bischöflichen Dienst anzubieten, die sogenannte Resignation auf das Amt des Diözesanbischofs auszusprechen.

Für mich ist es jetzt von einer ganz großen Bedeutung, daß in unserer Diözese gegenseitige Streitereien und gegenseitige schwerwiegende Vorwürfe abgebaut werden und daß wir alle zu einem guten Einverständnis und zum Frieden in der Gemeinschaft der Kirche finden.
Der Heilige Vater hat mir in seinem sehr liebevollen Brief geschrieben, daß ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg immer Bischof bleibe und daß ich die geistlichen Dienste wie die Feier der Eucharistie, die Spendung der Sakramente, auch der Firmung, wahrnehmen sollte und in unterschiedlicher Weise auch geistlich für viele Menschen da sein kann.

Gleichzeitig sage ich allen unseren Priestern, Diakonen, hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre verantwortungsvollen Dienste ein aufrichtiges Vergelt´s Gott!

Wichtig ist für mich jetzt vor allen Dingen, daß wir uns alle durch Taufe und Firmung als Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche verstehen, daß wir füreinander eintreten, aber auch füreinander beten und besonders auch mit Überzeugung die Eucharistie als Zeichen der Einheit feiern. Mit diesem Wunsch bitte ich alle in der Diözese nochmals um Verzeihung für das, was ich nicht richtig gemacht habe und bitte gleichzeitig um die Bereitschaft zur gegenseitigen Versöhnung und auch wieder zu gegenseitigem Vertrauen. Das ist mein ganz großer Wunsch, und ich hoffe und bete darum, daß uns dies in der kommenden Zeit mit dem Segen Gottes, mit der Fürsprache der Gottesmutter, nicht zuletzt auch durch das Beispiel der Heiligen gelingen möge.

Mit ganz herzlichen Versöhnungs- und Segensbitten bin ich
+ Walter Mixa

Published in: on 25. Juni 2010 at 13:53  Schreibe einen Kommentar  

„Causa Mixa“

Bischof em. Walter Mixa

Die deutschen Bischöfe haben an diesem Dienstag bestätigt, „dass die in den Medien jetzt bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Walter Mixa im April 2010 nach Rom weitergeleitet worden sind.“ So erklärt es der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz zum Abschluss seiner Sitzung und fügt hinzu: „Papst Benedikt XVI. hat daraufhin gehandelt und das Rücktrittsgesuch von Bischof Mixa angenommen.“ Die Bischöfe hätten „in großer Betroffenheit“ über die Causa Mixa und auch über offene Fragen gesprochen; im Vordergrund stehe jetzt für sie die persönliche Zukunft von Walter Mixa. Vor allem die bayerischen Bischöfe seien darüber mit ihm im Gespräch, heißt es in einer Pressemitteilung der Bischofskonferenz. (pm)

Jetzt reicht es, meint der Diözesanratsvorsitzende der Katholiken in Augsburg. Die Schlammschlacht um Walter Mixa spaltet das Bistum, so Helmut Mangold, und muss ein Ende nehmen. Der ehemalige Bischof sollte Mangolds Meinung nach den Freistaat Bayern verlassen. Mangold ist für eine Aufklärung der Vorfälle, aber für eine möglichst schnelle. Die Zeitungslektüre am Morgen lässt bei ihm folgende Gedanken entstehen:

„Hört es überhaupt nicht mehr auf? Das Problem ist ja, dass uns das seit drei Monaten beschäftigt, diese ganzen Dinge. Ich hoffe täglich, dass wir in der Diözese das tun können, wozu eine Kirche gut ist und nicht ständig über irgendwelche Dinge unseres ehemaligen Bischofs Auskunft geben müssen, Stellung nehmen müssen, sondern dass wir zu den zentralen Fragen unseres Glaubenlebens in der Diözese zurückkehren können.“ (münchner kirchenradio)

Published in: on 23. Juni 2010 at 20:31  Schreibe einen Kommentar