Seligsprechung in Würzburg: Georg Häfner

Seligsprechung von Georg Häfner in Würzburg

Deutschland hat einen neuen Seligen. Mit Georg Häfners Seligsprechung an diesem Sonntag erlebte vor allem der Würzburger Dom eine Premiere. Erstmals wird in dem bayrischen Gotteshaus ein herausragender Christ zur Ehre der Altäre erhoben. Der aus Würzburg stammende Priester Georg Häfner (1900-1942) starb im KZ Dachau an den Folgen von Misshandlung, Unterernährung und Krankheit. Der Pfarrer habe den Glauben in einer äußerst prekären Situation bekannt, sagt Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann. (rv)

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Published in: on 16. Mai 2011 at 11:04  Schreibe einen Kommentar  

Sommerprogramm des Papstes

Der päpstliche Zeremonienmeister hat das Sommerprogramm Papst Benedikts vorgestellt. Guido Marini bestätigte dabei die Reisen nach Kroatien (4. und 5. Juni) sowie den Besuch nach San Marino am 19. Juni, die Teilnahme des Papstes am Weltjugendtag in Madrid vom 18. bis 21. August sowie die Reisen nach Ancona (11. September) und die Deutschland-Visite vom 22. bis 25. September. Der nächste Termin ist am 26. Mai: Benedikt XVI. wird in der Basilika Santa Maria Maggiore zusammen mit italienischen Bischöfe zu Ehren des 150. jährigen Jubiläums der Einheit Italiens einen Gottesdienst feiern. Am 15. August wird der Papst in Castel Gandolfo die Messe zu Mariä Himmelfahrt zelebrieren. (rv)

Kardinal Lehmann bleibt Bischof von Mainz

Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz

Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, wird auch nach seinem 75. Geburtstag am 16. Mai im Amt bleiben. Lehmanns Rücktrittsangebot wurde von Papst Benedikt XVI. abgelehnt, wie der Apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, in einem Schreiben mitteilte. Papst Benedikt XVI. bittet Lehmann, auch über seinen Geburtstag hinaus, in seinem Amt zu verbleiben. Bischöfe sind gemäß dem kirchlichen Gesetzbuch dazu verpflichtet, zu ihrem 75. Lebensjahr dem Papst ihren Rücktritt anzubieten. (pm)

Published in: on 1. Mai 2011 at 13:57  Schreibe einen Kommentar  

Programm für den Papstbesuch in Deutschland

Papst Benedikt XVI. hat dem vorgeschlagenen Programm für seine Apostolische Reise nach Deutschland zugestimmt. Das hat die Deutsche Bischofskonferenz von diesem Dienstag bekannt gegeben. Im Programm der Reise von 22. bis 25. September sind jetzt auch stärkere ökumenische Aspekte sichtbar. Der erste Entwurf musste auf Wunsch des Papstes nachgebessert werden, weil die darin vorgesehene Begegnung mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nur „einen relativ bescheidenen Raum“ eingenommen hatte, wie Benedikt XVI. in einem der Presse zugespielten Brief an den EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider formuliert hatte.
Das Papstprogramm sieht Übernachtungen in Berlin, Erfurt und Freiburg vor. Große öffentliche Gottesdienste feiert Benedikt XVI. in allen drei Diözesen. Zum Programm gehören auch Begegnungen des Papstes mit Vertretern des Zentralrates der Juden, mit Repräsentanten des Islam und mit Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Außerdem sind Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Vertretern des Bundesverfassungsgerichts vorgesehen. Erzbischof Zollitsch, mit dem der Papst das Programm erst vor ein paar Tagen abgesprochen hatte, zeigte sich erfreut: „Jetzt können die Planungen in großen Schritten vorangehen. Mitte Mai beginnen wir das Anmeldeverfahren für die Papstgottesdienste über die Pfarrgemeinden und im Internet. Ich bin überzeugt, dass die Reise einen belebenden Schwung in unsere Kirche und unser Land trägt.“

Nähere Informationen rund um die Reise des Papstes nach Deutschland gibt es ab sofort auch im Internet auf der offiziellen Website http://www.papst-in-deutschland.de, die an diesem Dienstag freigeschaltet wird. Das gesamte Programm der Papstreise geben der Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz einige Wochen vor der Reise bekannt.

Bisher stehen folgende Elemente der Reise fest:

Donnerstag, 22. September 2011
10.30 Uhr Ankunft des Papstes auf dem Flughafen Berlin-Tegel
11.15 Uhr Offizielle Begrüßung durch Bundespräsident Christian Wulff in Schloss Bellevue
16.45 Uhr Besuch des Deutschen Bundestages und Rede im Deutschen Bundestag
18.30 Uhr Eucharistiefeier vor Schloss Charlottenburg (bis 20.30 Uhr)
Übernachtung in Berlin

Freitag, 23. September 2011
10.00 Uhr Flug von Berlin-Tegel nach Erfurt
10.45 Uhr Ankunft auf dem Flughafen Erfurt und Begrüßung durch die Ministerpräsidentin Thüringens
11.15 Uhr Begrüßung des Papstes im Dom zu Erfurt
11.45 Uhr Gespräch mit der Evangelischen Kirche Deutschlands im Augustinerkloster und ökumenischer Wortgottesdienst (bis 13.00 Uhr)
16.45 Uhr Hubschrauberflug vom Flughafen Erfurt zur Wallfahrtskapelle von Etzelsbach (Eichsfeld)
17.45 Uhr Marianische Vesper in Etzelsbach
19.00 Uhr Hubschrauberflug von Etzelsbach nach Erfurt
Übernachtung in Erfurt

Samstag, 24. September 2011
09.00 Uhr Eucharistiefeier auf dem Domplatz zu Erfurt
11.50 Uhr Flug von Erfurt nach Lahr
12.50 Uhr Ankunft auf dem Flughafen Lahr, Begrüßung durch den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Weiterfahrt nach Freiburg
14.00 Uhr Besuch des Freiburger Münsters und Begrüßung auf dem Münsterplatz
17.30 Uhr Begegnung mit der Orthodoxen Kirche
19.15 Uhr Gebetsvigil mit Jugendlichen auf dem Messegelände (bis 20.30 Uhr)
Übernachtung in Freiburg

Sonntag, 25. September 2011
10.00 Uhr Eucharistiefeier auf dem Flughafengelände von Freiburg
13.00 Uhr Mittagessen mit den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz
17.00 Uhr Rede im Konzerthaus zu Freiburg
18.00 Uhr Fahrt zum Flughafen Lahr
19.15 Uhr Flug von Lahr nach Rom

Published in: on 1. Mai 2011 at 13:18  Schreibe einen Kommentar  

Vatikan-Zeitung nennt Theologen-Memorandum „nicht hilfreich“

Das Memorandum der deutschsprachigen Theologen ist „nicht hilfreich“. So zitiert die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Bisher haben 256 Theologen das Memorandum unterschrieben. Die Zitate von Erzbischof Robert Zollitsch stammen aus einem Beitrag für die „Welt am Sonntag“. Er habe von Seiten der Bischöfe die Bereitschaft zum Dialog bekundet, schreibt die Vatikanzeitung – in der Überzeugung, dass Modifizierungen des kirchlichen Lebens und der Strukturen möglich und sicher auch notwendig seien. Es war das erste Mal, dass der „L’Osservatore“ auf das Memorandum und die darüber in Deutschland geführte Diskussion einging. (or/kna)

 

Published in: on 2. März 2011 at 16:32  Comments (1)  

Abtweihe in Heiligenkreuz am Ostermontag

P. Prof. Dr. Maximilian Heim, Neuer Abt in Heiligenkreuz

Am Ostermontag wird der neue Abt von Stift Heiligenkreuz, Maximilian Heim, in sein Amt eingeführt. Kardinal Christoph Schönborn von Wien wird die Abtweihe gemeinsam mit dem Generalabt des Zisterzienserordens, Dom Mauro Lepori, in der Heiligenkreuzer Stiftskirche vornehmen. Heim war am vergangenen Donnerstag vom Wahlkapitel zum Nachfolger von Gregor Henckel-Donnersmarck gewählt worden. Bis zu seiner feierlichen Amtseinführung stehen für Abt Heim noch „anstrengende Wochen“ ins Haus, heißt es von Seiten des Stiftes weiter. So muss er von Bochum-Stiepel, wo er sieben Jahre lang als Prior wirkte, nach Heiligenkreuz übersiedeln. (kap)

Published in: on 23. Februar 2011 at 15:45  Schreibe einen Kommentar  

Stellungnahme zum Theologen-Memorandum

Bischof Dr.Felix Genn, Bischof von Münster

Der Bischof von Münster, Felix Genn, hält die Memorandum-Vorschläge von mehr als 200 Hochschullehrern nicht für „den Weg“, um aus der Krise der Kirche herauszukommen. Das sagte er am Freitag in einem Interview. Genn warb um Verständnis dafür, dass die deutschen Bischöfe Zeit benötigten, um den inhaltlichen Rahmen für den Dialogprozess zu erstellen und „von vornherein auch alle mit auf den Weg zu nehmen“. Durch das Memorandum der Professoren sieht Bischof Genn den Dialogprozess „eher erschwert“. Was Änderungen der Pfarreistrukturen angeht, sieht Bischof Genn Spielräume, „wie die konkrete Gestalt einer Gemeindeleitung im Zusammenspiel der unterschiedlichen Dienste und Ämter aussehen kann“. Aber auch in Zukunft bleibe „die Leitung einer Pfarrei mit dem priesterlichen Dienst verbunden“. So sehr auch die Missbrauchs-Skandale die zölibatäre Lebensform verdunkelt haben: Bischof Genn ist überzeugt von „der Verbindung zwischen priesterlichem Amt und eheloser Lebensform“. Aus diesem Grund könne er sich für das Thema der „viri probati“, der verheirateten Priester, „nicht erwärmen“. (pm)

Published in: on 23. Februar 2011 at 15:32  Schreibe einen Kommentar  

Vorwürfe an Kardinal Marx als unwahr verurteilt

Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising

Die Erzdiözese München und Freising weist einen Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ als unwahr zurück. In dem Artikel wird behauptet, Kardinal Marx habe einen „Missbrauchsverdacht vertuscht“. Laut Artikel habe Kardinal Marx vom Fall eines Missbrauchstäters gewusst, der noch immer am bayrischen Klosterinternat Ettal tätig gewesen sei. Der Artikel war am Mittwoch im Internet erstmals zu lesen. Dieses Wissen – so der Artikel – habe der Münchner Erzbischof möglicherweise deswegen nicht weitergegeben, um dem Kloster zu schaden. Dem Erzbischof wird eine Intrige gegen Ettal unterstellt. Diese Behauptungen weist das Bistum auf seiner Website zurück, die „Welt“ sei darüber hinaus zu Widerruf, Unterlassung der unwahren und ehrenrührigen Falschbehauptung aufgefordert. Bistumssprecher Bernhard Kellner kündigte ebenfalls gerichtliche Schritte an, um Widerruf und Unterlassung gegebenenfalls zu erzwingen. Das Kloster Ettal hat in einer Pressemeldung währenddessen bestätigt, dass es erst im Juli informiert worden sei. (pm/welt)

 

Published in: on 10. Februar 2011 at 23:53  Schreibe einen Kommentar  

Neuer Zisterzienser-Abt in Heiligenkreuz gewählt

P. Prof. Dr. Maximilian Heim, Neugewählter Abt

P. Maximilian Heim ist neuer Abt des Stiftes Heiligenkreuz. Der 50-jährige Zisterziensermönch war bisher Prior im Priorat des Stiftes in Stiepel (Bochum). Am Donnerstagvormittag wurde Heim vom Wahlkapitel, dem 63 wahlberechtigte Mitglieder des Klosters angehören, zum Nachfolger von Abt Gregor Henckel-Donnersmarck gewählt. Henckel-Donnersmarck stand dem Stift zwölf Jahre lang vor. Heim ist Professor für Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule des Stiftes in Heiligenkreuz. Weiter gehört er als Vertreter der jüngeren Generation außerdem dem erweiterten Ratzinger-Schülerkreis an, der seit 2009 jährlich in Castelgandolfo zusammenkommt. (kap)

 

Published in: on 10. Februar 2011 at 23:28  Schreibe einen Kommentar  

Meinungen zum Theologen-Memorandum

Die Meinungen über das Memorandum von Theologen aus dem deutschsprachigen Raum gehen auseinander. „Die Zeit des Resolutionismus ist vorbei“, und solche Reformpapiere „bringen nichts“, meint der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner. Das Memorandum von letzter Woche, das bislang von 208 Theologieprofessoren unterzeichnet wurde, fordert Reformen in der Kirche, darunter eine Priesterweihe für so genannte „viri probati“. Er könne zwar vielen Forderungen des Textes etwas abgewinnen, so Zulehner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Kathpress, doch die Methode scheine ihm nicht zielführend. Wirkliche Veränderungen in der Kirche seien nur durch Koalitionen von Bischöfen und durch das lehramtliche Nachvollziehen von in der Praxis bereits Erreichtem möglich. Der Linzer Dogmatiker Franz Gruber hingegen verteidigte gegenüber kathpress das Memorandum, das er mit unterzeichnet hat. Manche Formen kirchlichen Lebens wären durchaus regional unterschiedlich lösbar, ohne dass die „katholische Identität“ davon untergraben würde. Die Kirche des 21. Jahrhunderts werde aus seiner Sicht pluraler sein müssen. (kap)
Bischof Felix Genn von Münster hat für den kommenden Freitag mit einer offiziellen Stellungnahme mit möglichen Konsequenzen angekündigt.

 

Auf dieser Internetseite befindet sich die kompletten Namensliste der Unterzeichner

http://www.memorandum-freiheit.de/?page_id=390

 

Published in: on 9. Februar 2011 at 19:07  Comments (1)