Generalaudienz vom 24. November

Papst Benedikt XVI. hat den Beitrag von Frauen für das geistliche Leben der Kirche gewürdigt. „Auch heute gewinnt die Kirche durch die spirituelle Mutterschaft vieler Frauen, sei es mit oder ohne Ordensgelübde“, sagte der Papst an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz. „Sie nähren in den Seelen den Gedanken an Gott, stärken den Glauben der Menschen und orientieren das christliche Leben zu immer höheren Gipfeln hin.“ Anlass seiner Ausführungen war eine Katechese über die heilige Katharina von Siena.

„Das Wort des heiligen Paulus „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir“ ist damit bei ihr konkrete Wirklichkeit geworden. Mit diesem Herzen Jesu brach Katharina zu den Menschen auf, um ihnen zu helfen, um Frieden zu stiften und Sünder zu Christus zu führen. Von ihrer geistlichen Mutterschaft wollen auch wir uns anrühren lassen, um der Welt mit unseren Taten die Liebe Gottes sichtbar zu machen.“

Speziell den Pilgern und Besuchern deutscher Sprache sagte der Papst, dass Heilige nicht bloß christliche Vorzeigegestalten der Vergangenheit sind.

„Vertrauen wir uns Gottes guter Hand an, denn er hört nicht auf, seinem Volk Heilige zu schenken, die die Menschen zur Umkehr und zu geistlicher Erneuerung führen. Der Herr segne euch alle und schenke euch einen fruchtbaren Aufenthalt hier in Rom.“ (rv)

Published in: on 25. November 2010 at 22:43  Schreibe einen Kommentar  

Papst möchte Frauen als Lektorin zulassen

Benedikt XVI. plant anscheinend, auch Frauen grundsätzlich als Lektoren im Gottesdienst zuzulassen. Das hat der neue Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, jetzt bestätigt. Ouellet äußerte sich am Rand der Vorstellung eines großen Vatikan-Dokuments zum Thema Bibel. Bisher dürfen offiziell – auch wenn das in vielen Pfarreien etwa im deutschen Sprachraum anders gehandhabt wird – nur Männer die Erste und Zweite Lesung im Wortgottesdienst vortragen. (rv)

Published in: on 23. November 2010 at 10:51  Schreibe einen Kommentar  

Frauen im anglikanischen Bischofsamt sorgt für Unmut

Die Entscheidung der anglikanischen „Kirche von England“, Frauen zum Bischofsamt zuzulassen, sorgt in Teilen der anglikanischen Kirche für Unmut. Die Generalsynode der „Church of England“ hatte Mitte Juli beschlossen, bis 2014 die Bischofsweihe für Priesterinnen möglich zu machen. Dagegen wenden sich fünfzehn traditionelle anglikanische Bischöfe in einem offenen Brief, der jetzt im Internet veröffentlicht wurde. In dem Text stellen sie sich hinter die 1.300 anglikanischen Kleriker, die im Juni schriftlich ihre Opposition gegen das Bischofsamt für Frauen ausgedrückt hatten. Sie seien sich „in der Einschätzung einig, dass die Kirche von England da einen Fehler macht“, so die fünfzehn Bischöfe; allerdings seien sie sich noch nicht im klaren, wie sie darauf reagieren sollten. Einige ziehen in Betracht, in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu treten. Andere raten hingegen „zum Abwarten, um erstmal zu sehen, wie es mit dieser Initiative weitergeht“. Papst Benedikt wird im September Großbritannien besuchen. Eine traditionelle Gruppe, die schon vor zwanzig Jahren die Gemeinschaft mit den Anglikanern aufgekündigt hatte, hat vor kurzem angekündigt, zur katholischen Weltkirche gehören zu wollen. (ansa)

Published in: on 4. August 2010 at 21:31  Schreibe einen Kommentar  

Vatikandokument wird sich auch mit den versuchten Weihen zu „Priesterinnen“ befassen

Das in Kürze erwartete Vatikandokument zur kirchlichen Strafverfolgung enthält offenbar auch einen Abschnitt über die versuchte Weihe zu „Priesterinnen“. Nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur klärt das päpstliche Schreiben, dass für die Ermittlung in derartigen Fällen unmittelbar die Römische Glaubenskongregation zuständig ist. Diese Kompetenz war der Glaubensbehörde zwar bereits am 19. Dezember 2007 zugewiesen worden. Vatikanischen Quellen zufolge wird aber der damals nur intern verbreitete Vermerk jetzt in einen offiziellen Erlass eingebunden; dessen Wortlaut ist allerdings noch nicht bekannt. Er soll das päpstliche Motu proprio „Sacramentorum sanctitatis tutela“ von 2001 aktualisieren, das die Vorgehensweise bei schweren kirchenrechtlichen Vergehen vorschreibt. Mit Blick auf die versuchte Weihe von Frauen zu Klerikerämtern werde es keine schärferen Strafen geben, hieß es weiter. Bereits jetzt ziehen sich die beteiligten Personen automatisch die Beugestrafe der Exkommunikation zu, deren Aufhebung dem Heiligen Stuhl vorbehalten ist. Klerikern droht zusätzlich die Entlassung aus dem geistlichen Stand. Die Zuständigkeit für derartige Falle wurde 2007 der Glaubenskongregation zugewiesen, nachdem es 2006 in Deutschland und den USA zu mehreren so genannten Priesterinnenweihen gekommen war. (kna)

Published in: on 10. Juli 2010 at 16:45  Schreibe einen Kommentar  

Bischof Bode gibt Argumente für das Diakonat der Frau

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode sieht neue Argumente für ein Diakonat der Frau. Eine aktuelle Kirchenrechtsänderung verdeutliche die Eigenständigkeit des Diakonats gegenüber dem Priesteramt, so der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Gerade diese Klärung der Berufsprofile biete die Möglichkeit, das Thema Diakoninnenweihe neu in die theologische Diskussion einzubringen, so Bode. Er sprach sich generell dafür aus, Laien und Ehrenamtlichen in der Kirche mehr Verantwortung zu übertragen. Dies sei auch mit Blick auf dauerhaft niedrige Priesterzahlen erforderlich. (kna)

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Bischof Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück

Published in: on 23. Juni 2010 at 17:24  Schreibe einen Kommentar  

Frauen im Vatikan

Radio Vatikan berichtet:

Die Zahl der im Kirchenstaat beschäftigten Frauen wächst langsam, aber beständig. Das geht aus Zahlen hervor, die die Agentur I.Media jetzt zum Weltfrauentag veröffentlicht hat. Demnach sei der Anteil von Frauen, die im Vatikan beschäftigt sind, innerhalb der letzten 30 Jahre auf nunmehr 22 Prozent angestiegen. Das sei prozentual gesehen zwar immer noch wenig, gleichzeitig sei aber zu beobachten, dass sich Frauen vermehrt auch auf Führungspositionen wieder fänden, so die Agentur. Erst im Januar habe Papst Benedikt XVI. mit der Italienerin Flaminia Giovanelli wieder die Untersekretärin einer Kommission weiblich besetzt. Nahezu paritätisch besetzt sind bereits die Stellen bei Radio Vatikan. (afp)

Published in: on 9. März 2010 at 22:32  Schreibe einen Kommentar