Sommerprogramm des Papstes

Der päpstliche Zeremonienmeister hat das Sommerprogramm Papst Benedikts vorgestellt. Guido Marini bestätigte dabei die Reisen nach Kroatien (4. und 5. Juni) sowie den Besuch nach San Marino am 19. Juni, die Teilnahme des Papstes am Weltjugendtag in Madrid vom 18. bis 21. August sowie die Reisen nach Ancona (11. September) und die Deutschland-Visite vom 22. bis 25. September. Der nächste Termin ist am 26. Mai: Benedikt XVI. wird in der Basilika Santa Maria Maggiore zusammen mit italienischen Bischöfe zu Ehren des 150. jährigen Jubiläums der Einheit Italiens einen Gottesdienst feiern. Am 15. August wird der Papst in Castel Gandolfo die Messe zu Mariä Himmelfahrt zelebrieren. (rv)

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Papstreise nach Aquileia und Venedig

Papst auf dem Canale Grande in Venedig

Auf seiner 22. Reise besucht Papst Benedikt XVI. den Norden Italiens, Wiege des Christentums für einen großen Kulturbereich in Österreich, Süddeutschland und Slowenien.

Erste Station: Aquileia, ehemals ein Zentrum der Christenheit, heute nur mehr ein kleine Stadt.
Aquileia ist Grenzland: ein Dorf in der nordöstlichen Ecke Italiens, 20 km von Slowenien entfernt. Keine 4.000 Einwohner – unglaublich, dass hier in der Antike 20.000 Menschen wohnten, dass Aquileia eine der größten Städte im Römischen Reich war und das größte Bistum der jungen Kirche überhaupt, Sitz eines Patriarchen. Vor der Basilika schrauben Arbeiter Gerüste zusammen: letzte Vorbereitungen für den Besuch des Papstes. (rv)

Zweite Station: Venedig, die Lagune und Stadt vieler Päpste.
Die Stadt in der Lagune platzt in diesen Tagen nur so von Touristen aus aller Welt; trotzdem, den Santo Padre wollen die Venezianer, die selbst im 20. Jahrhundert drei Päpste gestellt haben, gebührend empfangen. „Es wird den Menschen des Nordest vor allem gut tun, mal wieder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen“, sagt der Politologe Paolo Feltrin in einer Zeitschrift voraus. „Das verbindende Gefühl in unseren Breiten ist nämlich das, am Rand zu stehen, weit von der Hauptstadt, nah an den Grenzen. Sowohl geographisch wie politisch.“ „Gut, dass noch einmal ein Papst kommt, bevor unsere Stadt untergeht“, scherzt ein Venezianer gesprächsweise. (rv)

Aquileia und Venedig: Der Abschluss der Pastoralreise von Papst Benedikt XVI.
Zum Abschluss seiner Pastoralreise nach Aquileia und Venedig hat der Papst am Sonntagabend im Markusdom Priester und Laien getroffen. Nach Grußworten des Patriarchen von Venedig, Kardinal Angelo Scola, und einer kurzen Zusammenfassung der Reise hat der Papst nach einer Ansprache die neu restaurierte Kapelle der SS. Trinità und im Anschluss daran die Bibliothek des Priesterseminars Marcianum der Erzdiözese Venedig geweiht. Nach einer Rede vor Priesterseminaristen ist der Papst mit einem Motorboot zum Flughafen „Marco Polo“ von Venedig gebracht worden. Von dort ist der Papst am Abend nach Rom zurück gekehrt. (rv)

Papst in Mestre: „Macht Christus zum Zentrum eures Lebens!“
Höhepunkt der Papstreise nach Norditalien war eine Messe mit Gläubigen am Sonntagmorgen in Mestre auf dem venezianischen Festland. Nachdem Benedikt XVI. am Samstag in Aquileia an die historischen Wurzeln des Christentums in der Region erinnert hatte und am Vorabend im Markusdom in Venedig vor den Reliquien des heiligen Markus gebetet hatte, machte er sich am Sonntagmorgen Richtung Mestre auf. Als das päpstliche Boot die glitzernde Lagune gegen 10.00 Uhr überquerte, war der grüne Rasen des San Giuliano-Parks voller als bei einem Rockkonzert. Rund 300.000 Menschen reisten nach Angaben der Organisatoren an, um gemeinsam mit dem Papst den Gottesdienst zu feiern. (rv)

Papst in Venedig: Stadt der Päpste, Brücke der Kulturen
Der Papst gibt sich mobil – nicht zuletzt zeichnet sich die päpstliche Visite in Aquileia und Venedig durch die Vielzahl der Verkehrsmittel aus, die Benedikt XVI. benutzt: Erst Flugzeug und Helikopter, dann Auto und Papamobil und bei seiner Anreise nach Venedig am Samstagabend schließlich – zwar nicht die Gondel, aber zumindest das Motorboot. Mit ein wenig Verspätung traf der Papst in der „Serenissima“ ein: Fast 20.00 Uhr war es, als das holzgetäfelte und hochpolierte päpstliche Motorboot, flankiert vom Gefolge aus Geistlichen und Sicherheitskräften zu Wasser, am Markusplatz anlegte. (rv)

Papst in Aquileia: „Historisches Zentrum einer mutigen Kirche – auch heute Vorbild“
Erste Station des zweitägigen Pastoralbesuches von Benedikt XVI. war am Samstagnachmittag die nordostitalienische Provinzstadt Aquileia. Heute leben dort nicht einmal 4.000 Einwohner, im Mittelalter war Aquileia dagegen Zentrum einer der größten Diözesen Europas. Um kurz nach 16.00 Uhr landete der Papst am Flughafen Triest-Ronchi dei Legionari. (rv)

Published in: on 13. Mai 2011 at 21:26  Schreibe einen Kommentar  

Kardinal Saldarini gestorben

Kardinal Giovanni Saldarini ist tot. Der frühere Erzbischof von Turin starb in Mailand im Alter von 86 Jahren. Bekannt wurde der Bibelwissenschaftler, der zu den Schülern von Kardinal Carlo Maria Martini gehörte, durch seinen pastoralen Einsatz für Aids-Kranke, Drogenabhängige und illegale Einwanderer. Bei einem Arbeitskampf bei Fiat 1994 stellte er sich mit zwei weiteren Kardinälen, darunter Martini im nahen Erzbistum Mailand, demonstrativ an die Seite der Arbeiter. Im Juni 1999 trat er altersbedingt als Turiner Erzbischof zurück. Mit dem Tod Saldarinis zählt das Kardinalskollegium 199 Mitglieder. Von diesen können nur die 115 Kardinäle, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, an einer Papstwahl teilnehmen. (rv)

Giovanni Kardinal Saldarini

Published in: on 1. Mai 2011 at 13:33  Schreibe einen Kommentar  

Papst weiht Korbinian-Kirche in Rom

Die moderne Kirche San Corbiniano in Rom

Rom hat eine neue Pfarrei. Das Besondere daran ist, sie ist dem Münchner Patron – dem heiligen Korbinian – gewidmet. Die neue römische Pfarrei San Corbiniano ist eine moderne Kirche für einen mittelalterlichen Heiligen im südrömischen Stadtviertel Infernetto(„kleine Hölle“). Der heilige Korbinian lebte zwischen 670 bis 730. Rom hat damit sein erstes Gotteshaus und Pfarrei, die den Namen des Gründers des Erzbistums München und Freising tragen. Papst Benedikt XVI. konsekriert die neue Kirche persönlich an diesem Sonntag. Die neue Kirche ist auch Titelkirche des Erzbischofs von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx. Der Kardinalvikar der Diözese Rom, Agostino Vallini, sowie die Kardinäle Reinhard Marx und Friedrich Wetter empfingen den Papst vor der neuen römischen Pfarrei San Corbiniano am Sonntagmorgen. Somit waren zwei ehemalige Erzbischöfe von München und Freising mit dem aktuellen in der „kleinen Hölle“ vereint. (rv/münchner kirchenradio/kna)

Published in: on 28. März 2011 at 12:21  Schreibe einen Kommentar  

Papst stellt sich im TV den Fragen der Gläubigen

Am 22. April, um 14.10 Uhr, wird Papst Benedikt XVI. im italienischen Fernsehen auf Rai Uno zu sehen sein. Die Sendung „A sua immagine – Domande su Gesù“ (Nach seinem Bilde – Fragen zu Jesus) wird sich zu diesem Anlass mit dem Thema der Figur Christi befassen. Moderiert wird die Sendung von Rosario Carello. Er sagte gegenüber dem „Corriere della Sera“, dass sich der Sender seiner Aufgabe durchaus bewusst sei und den Karfreitag auf Rai Uno angemessen gestalten würde. Der Karfreitag sei eine Pause vom normalen Programm und schaffe Raum zur Besinnung. Die Sendung mit dem Papst wird bereits vorab aufgezeichnet. Die drei Fragen an den Papst kommen von den Zuschauern, die auf der Seite des Senders die Möglichkeiten haben diese einzusenden. Mit der am Karfreitag ausgestrahlten Sendung antwortet ein Papst zum ersten Mal in der Geschichte des Papsttums in einer Fernsehsendung auf die Fragen der Gläubigen. (rv)

Published in: on 28. März 2011 at 11:50  Schreibe einen Kommentar  

Friedensgebet in Assisi

Das angekündigte Friedensgebet Papst Benedikts XVI. mit Vertretern verschiedener Religionen und Konfessionen in Assisi soll ein Zeichen gegen den Missbrauch der Religion zur Rechtfertigung von Gewalt setzen. „Die wesentliche Botschaft ist, dass im Namen Gottes nie mehr Krieg geführt werden darf“, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montag in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen italienischen Fernsehsender Rai Uno. „Wir dürfen uns nicht von einem Plan des Hasses auseinanderbringen lassen, der danach trachtet, neue Anlässe für Kriege zwischen den Religionen und Kulturen zu schaffen“, betonte der Vatikansprecher. Benedikt XVI. hatte am Samstag für Oktober eine Reise nach Assisi angekündigt und Vertreter anderer Religionen und christlicher Konfessionen zu einem Friedensgebet eingeladen. Anlass ist das Friedensgebet in Assisi, das auf Einladung von Johannes Paul II. erstmals vor 25 Jahren stattfand. (kna)

Published in: on 14. Januar 2011 at 22:04  Schreibe einen Kommentar  

Papstbotschaft an die Familie der verstorbenen Haushälterin

Papst Benedikt XVI. hat der Familie seiner tödlich verunglückten Haushälterin Manuela Camagni eine persönliche Botschaft des Trostes zukommen lassen. Gerne hätte der selbst an der Beerdigung der Frau teilgenommen, schreibt der Papst. Der plötzliche Abschied von ihr und auch die Art ihres Todes hätten ihn sehr geschmerzt. Trost finde er im Nachdenken über die Bezeichnung der Gemeinschaft, der Manuela Camagni angehörte, der Memores Domini – zu Deutsch „die an den Herrn erinnern“. Diese Art der Beziehung zu Gott „ist tiefer als der Abgrund des Todes. Es ist eine Bindung, die nichts und niemand brechen kann“. Gott erwarte den Menschen dort, wo niemand ihn hin begleiten könne, so Papst Benedikt. In diesem „Glauben voller Hoffnung, der der Glauben Marias unter dem Kreuz ihres Sohnes ist“, habe er die Totenmesse für Manuela Camagni am Morgen ihres Todes gefeiert. – Georg Gänswein, der Privatsekretär des Papstes, überbrachte Benedikts Botschaft bei der Beerdigung der 54jährigen Italienerin in deren Heimatort San Piero in Bagno in der Region Emilia. (rv)

Published in: on 1. Dezember 2010 at 15:57  Schreibe einen Kommentar  

Krippe aus der Ex-DDR wird im römischen Pantheon aufgebaut

Krippe von Jo Harbort

Es ist auch für Rom eine Premiere: Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall zieht ein Stück Ex-DDR ins Pantheon ein. In dem antiken Rundtempel im Zentrum Roms, der heute als Kirche dient, ist ab dem kommenden Sonntag eine Krippe aus dem sächsischen Zwickau zu sehen, die aus mannshohen Holzfiguren des Künstlers Jo Harbort besteht. Dass eine solche Krippe einmal eine prominente römische Kirche schmücken könnte, hätten sich die Diaspora-Katholiken aus dem Erzgebirge zu DDR-Zeiten nicht träumen lassen: Damals waren sie vielerlei Schikanen ausgesetzt, wurden bei der Vergabe von Studienplätzen und Wohnraum benachteiligt – und durften z.B. Krippenengel nur für den Export nach Westen herstellen, nicht aber zum Eigengebrauch. Und jetzt das: eine Zwickauer Krippe für das Zentrum der katholischen Kirche. (rv)

 

 

 

Published in: on 1. Dezember 2010 at 15:52  Schreibe einen Kommentar  

Künftiger Kardinal Brandmüller wird zum Bischof geweiht

Prälat Walter Brandmüller

Der designierte deutsche Kardinal Walter Brandmüller empfängt eine Woche vor dem Kardinalspurpur die Bischofsweihe. Die Weihe des 81-jährigen Kirchenhistorikers zum Bischof vollzieht Kardinal Raffaele Farina, der Archivar und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche. Mitkonsekrator bei der Zeremonie in der Kirche Santa Maria dell‘ Anima ist der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, aus dessen Diözese Brandmüller stammt. Das Kirchenrecht sieht vor, dass ein Kandidat für das Kardinalat, der noch nicht Bischof ist, zuvor die Bischofsweihe empfangen muss. Allerdings ist eine Dispens von dieser Vorschrift möglich und wurde in der Vergangenheit mitunter von den über 80-jährigen Purpurträgern erbeten. Das Konsistorium, in dem die vor einer Woche vom Papst verlesenen 24 Kandidaten in das Kardinalskollegium aufgenommen werden, findet am 20. November im Petersdom statt. (kna)

 

Published in: on 28. Oktober 2010 at 21:58  Schreibe einen Kommentar  

Rücktritt

Papst Benedikt XVI. hat das vorzeitige Rücktrittsgesuches des Abtes der Territorialabtei Santissima Trinità di Cava de‘ Tirreni (Italien), Abt Benedetto Maria Salvatore Chianetta, OSB, angenommen.

Die Territorialabtei ist bis zur Wahl eines neuen Abtes vakant.

 

 

 

 

Published in: on 28. Oktober 2010 at 20:38  Schreibe einen Kommentar