Alfred Bodenheimer ist Dekan der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Basel

Prof. Dr. Alfred Bodenheimer, Basel

Der 45-jährige Alfred Bodenheimer leitet seit dem 1. August als Dekan die (evangelische) Theologische Fakultät der Universität Basel. Das Besondere daran: Bodenheimer ist Jude, und damit hat Basel als erste theologische Fakultät in Europa einen jüdischen Dekan. Bodenheimer ist Professor für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums. „Revolutionär“ sei bereits gewesen, dass er 2003 in Basel zum ordentlichen Professor gewählt wurde, sagte Bodenheimer gegenüber der „NZZ am Sonntag“: „Damals machte die Universität Basel klar, dass jüdische Studien eigenständig sind.“ Über Jahrhunderte hatte jüdisches Lehren generell nur außerhalb der staatlichen Universitäten stattfinden dürfen. – Der 1965 in Basel geborene Alfred Bodenheimer absolvierte Talmudstudien an Hochschulen in New York und in Israel. 1993 wurde er mit einer Dissertation zum Thema „Die auferlegte Heimat. Else Lasker-Schülers Emigration nach Palästina“ zum Doktor der Universität Basel promoviert. (kipa)

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Published in: on 3. August 2010 at 22:16  Schreibe einen Kommentar  

Wiedereröffnung der Alten Synagoge in Essen

Alte Synagoge, Essen

Die Alte Synagoge in Essen ist nach zweijähriger Umbauzeit am Dienstag wiedereröffnet worden. Das nun entstandene „Haus jüdischer Kultur“ soll ein Ort der interkulturellen Begegnung werden, wie Oberbürgermeister Reinhard Paß erläuterte. Neben der Rückbesinnung solle noch stärker als bisher der Blick auf die Gegenwart und Zukunft jüdischer Kultur, Identität und Lebensstile gerichtet werden. Die 1913 eingeweihte frühere Essener Synagoge gehört zu den besterhaltenen und bedeutendsten jüdischen Kulturdenkmälern der Vorkriegszeit in Deutschland. Der einzige frei stehende, große Synagogenbau des Landes hat den Zweiten Weltkrieg äußerlich überstanden. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge aber angezündet und im Inneren schwer beschädigt. (kap)

Published in: on 14. Juli 2010 at 21:23  Comments (1)  

Gratulation für Erzbischof Kurt Koch

Rabbi David Rosen

Das „American Jewish Committee“ hat Erzbischof Koch zur Ernennung als „Ökumeneminister“ und Nachfolger von Kardinal Kasper gratuliert. Koch habe ein hervorragendes Verhältnis zu den Juden in der Schweiz gepflegt und kenne den besonderen historischen und religiösen Charakter der Beziehungen zwischen katholischer Kirche und Judentum, heißt es in einer von Rabbiner David Rosen unterzeichneten Pressemitteilung. Man wünsche sich eine enge Zusammenarbeit mit Koch. (rv)

Published in: on 4. Juli 2010 at 22:33  Schreibe einen Kommentar