Kirchliche Statistik 2009

Erzbischot Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

2009 sind 123.585 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Diese Zahl fasst die Kirchenaustritte in allen 27 deutschen Bistümern zusammen. Bei den Taufen hat es in 2009 einen leichten Rückgang gegeben, allerdings bleibt die Zahl mit rund 178.000 Taufen hoch. Gleichzeitig sind in den deutschen Bistümern fast 4.000 Eintritte in die katholische Kirche und rund 8.500 Wiederaufnahmen verzeichnet worden. Diese Zahlen sind erste Ergebnisse der Jahresstatistik der Deutschen Bischofskonferenz, die wie jedes Jahr im Sommer fertiggestellt werden wird. – Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sieht die Zahl der Austritte mit Sorge, warnt aber auch vor Übertreibungen: „Ich bin besorgt über die erneut hohe Kirchenaustrittszahl im Jahre 2009. Positiv ist, dass die Zahl im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich angestiegen ist.“ Gleichzeitig machten ihm die hohen Taufzahlen Mut, so Zollitsch. Sie zeugten von einer nach wie vor lebendigen Kirche. „Die Weichen für eine lebendige Zukunft müssen wir gemeinsam stellen, weshalb wir möglichst viele Gläubige dafür gewinnen wollen, weiter in der Kirche – trotz schwerer Zeiten – aktiv mitzuwirken“, so der Erzbischof. Wie das möglich sei, werde die Bischofskonferenz erörtern. (pm)

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Kirchenaustritt in der Schweiz

44 Prozent der ehemaligen Katholiken haben den Austritt in den letzten fünf Jahren vollzogen, darunter mehrheitlich Frauen und Junge. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich dieser Trend sogar noch verstärkt, schreibt NZZ online am Sonntag. 15 Prozent aller Schweizer Katholiken, die aus der Kirche ausgetreten seien, taten diesen Schritt im letzten Jahr. Das habe eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts GFS Zürich bei 1014 Personen ergeben. Dieser Trend dürfte für die katholische Kirche weiter gehen. Elf Prozent ihrer Mitglieder dächten „ernsthaft“ an einen Austritt, 18 Prozent tun dies „ab und zu“, stellt die Studie fest. Die Austrittsneigung der Katholiken liege damit höher als die der Reformierten. Das ist neu. Bisher zeichneten sich die Reformierten durch eine losere Kirchenbindung und eine höhere Austrittsneigung aus. (kipa)

Kirchenaustritt

Published in: on 23. Mai 2010 at 19:50  Schreibe einen Kommentar  

Anstieg der Katholikenzahl weltweit

Die Zahl der Katholiken ist weltweit leicht angestiegen. Das geht aus dem neuesten „Statistischen Jahrbuch der katholischen Kirche“ hervor, dass der Vatikan an diesem Dienstag veröffentlicht hat. Danach zählte die katholische Kirche 2008 rund 1,166 Milliarden Mitglieder, das sind 19 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Prozentual erhöhte sich der Anteil der Katholiken an der Weltbevölkerung somit von 17,33 auf 17,40 Prozent. Der größte Anteil der Katholiken, 49,4 Prozent, entfällt demnach auf Nord- und Südamerika. In Europa leben 24,3 Prozent der Gläubigen. Zugenommen hat nach Angaben des Statistischen Büros des Heiligen Stuhls auch die Zahl der katholischen Priester. Sie stieg von 405.178 im Jahr 2000 auf 409.166 im Jahr 2008 an. Die Entwicklungen auf den verschiedenen Kontinenten weisen jedoch erhebliche Unterschiede auf. In Afrika stieg die Zahl der Priester von 2000 bis 2008 um 31,09 Prozent auf rund 35.600; hingegen wirkten in Europa 2008 rund 193.000 Priester – also 7,5 Prozent weniger als acht Jahre zuvor. Stark rückläufig ist hingegen die Mitgliederentwicklung der Frauenorden. (kipa)

Published in: on 28. April 2010 at 11:37  Schreibe einen Kommentar  

Immer mehr Katholiken – weltweit

Die weltweite Zahl der Katholiken hat in den Jahren 2007 und 2008 weiter zugenommen.

Radio Vatikan berichtet:
Das geht aus den im Päpstlichen Jahrbuch 2010 gesammelten Statistiken hervor, die Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone an diesem Samstag im Vatikan vorgestellt hat. Im Abgleich mit dem globalen Bevölkerungswachstum bedeutet das einen Anstieg von 17,33 auf 17,40 Prozent der Weltbevölkerung. Zwischen 2000 und 2008 habe es auch eine positive Entwicklung hinsichtlich der Priesterzahlen gegeben. Diese seien weltweit um 1 Prozent angestiegen. In Australien seien die Zahlen beständig gleich geblieben, während sie in Afrika, Asien und Amerika angewachsen seien. In Europa seien die Zahlen hingegen gesunken. Auch die Anzahl der Priesteramtsanwärter sei in Europa von 2007 bis 2008 abgefallen, um 4,3 Prozent. In Amerika sei die Zahl gleich geblieben, während sie auf den übrigen Kontinenten angestiegen sei. (rv)