24 neue Kardinäle in das Kollegium aufgenommen

Ab diesem Samstag gibt es 24 neue Mitglieder im Senat der Kirche: Papst Benedikt nahm bei einer Feier im Petersdom, einem so genannten Konsistorium, 24 verdiente Kleriker aus aller Welt ins Kollegium der Kardinäle auf. Das wichtigste Beratergremium des Papstes – oder, wie eine Nachrichtenagentur formuliert, „der exklusivste Männerclub der Welt“ – hat jetzt 203 Mitglieder: Das ist ein Rekord. Bei einem Konklave wahlberechtigt wären nach heutigem Stand 121. Unter den neuen „Purpurträgern“ ist Erzbischof Reinhard Marx von München (mit 57 Jahren der Benjamin unter den Kardinälen), der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kurt Koch (60) aus der Schweiz und der (schon 81-jährige) Augsburger Kirchenhistoriker Walter Brandmüller. (rv)

In seiner Predigt im Petersdom hat Papst Benedikt an „das besondere Band der Gemeinschaft und Zuneigung“ erinnert, „das die Kardinäle an den Papst bindet“. Kardinäle seien „einzigartige und wertvolle Mitarbeiter am Auftrag, den Christus dem Petrus gab, als er ihm sagte: Weide meine Lämmer“. Kardinal zu sein bedeute nicht Herrschaft, sondern einen Dienst, wiederholte Benedikt XVI. einen Gedanken, den er bereits mehrmals vor dem Kardinalkollegium thematisiert hatte. Die neuen Kardinäle sollten „den Stil Jesu“ annehmen und „dem Christus des Kreuzes auch – falls nötig – bis zum Vergießen des eigenen Blutes folgen“. Für dieses Blutvergießen steht die Farbe Rot der Kardinäle, die an diesem Samstag das Bild in St. Peter dominierte. (rv)

Published in: on 23. November 2010 at 12:04  Schreibe einen Kommentar  

Konsistorium hinter verschlossenen Türen

Einen Tag vor der feierlichen Schaffung neuer Kardinäle hat sich Benedikt XVI. am Freitag bei einem so genannten Konsistorium mit Kardinälen in Rom beraten. Hinter verschlossenen Türen ging es u.a. um die Frage der Religionsfreiheit in China; dort soll am Wochenende ein Bischof gegen den Willen des Papstes geweiht werden. Papst Benedikt meinte, es seien „schwierige Zeiten für eine freie Glaubensverkündigung“, u.a. wegen des stärker werdenden Relativismus. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone informierte die etwa 150 anwesenden Kardinäle über Schwierigkeiten von Christen in mehrheitlich islamischen Ländern; ein US-Kardinal wies auf Einschränkungen der Religionsfreiheit auch in den USA und Mexiko hin. Der Liturgie-Verantwortliche des Vatikans, Kardinal Antonio Canizares Llovera, mahnte Treue zur gültigen liturgischen Disziplin an. Außerdem sollte Erzbischof Angelo Amato von der Heiligenkongregation zum zehnten Jahrestag der – heftig umstrittenen – Vatikanerklärung „Dominus Iesus“ sprechen. (rv)

Published in: on 23. November 2010 at 12:00  Schreibe einen Kommentar  

Die Kirche vor dem Konsistorium

Für den Vortag des Konsistoriums zur Einsetzung von 24 neuen Kardinälen hat Papst Benedikt XVI. das ganze Kardinalskollegium zu einem „außerordentliches Konsistorium“ einbestellt. Nach Vatikanangaben soll es bei dem Treffen, zu dem auch die neuernannten Kardinäle eingeladen sind, u.a. um die kirchlichen Missbrauchs-Skandale gehen. Dazu werde sich Kardinal William Levada von der Glaubenskongregation äußern; er wolle vor den Kardinälen außerdem auf die Beziehungen zu den Anglikanern eingehen. Die Vatikanmitteilung von diesem Montag listet aber noch weitere Themen auf: „die Lage der Religionsfreiheit in der Welt“ und „die Liturgie im Leben der Kirche heute“. Dazu werden Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und der spanische Kurienkardinal Antonio Cañizares Referate halten. Außerdem soll Erzbischof Angelo Amato von der Heiligenkongregation zum zehnten Jahrestag der Vatikanerklärung „Dominus Iesus“ sprechen. – Gemäß kirchlichem Recht findet ein Kardinalskonsistorium mit allen Kardinälen hinter verschlossenen Türen statt, „wenn besondere Erfordernisse der Kirche oder die Behandlung schwerwiegenderer Angelegenheiten dies ratsam erscheinen lassen“ (c. 353, § 3 CIC). Nach Der Papst hatte während seines Pontifikats bereits zweimal zu einer solchen Beratungssitzung eingeladen; das erste Mal im März 2006, das zweite Mal im November 2007. Bei diesen Sitzungen war es unter anderem um die lefebvrische Bewegung, die Liturgiereform sowie um Ökumene und den Dialog mit dem Islam gegangen. Das außerordentliche Konsistorium findet am 20. November statt. (apic)

Published in: on 10. November 2010 at 10:13  Schreibe einen Kommentar  

Konsistorium zur Kardinalkreiierung

Letztes Konsistorium, 2007

Das nächste Konsistorium findet am 20. November, um 10.30 Uhr im Petersdom statt. Das gab an diesem Freitag das Liturgische Büro des Vatikans bekannt. Aus dem Konsistorium werden 24 neue Kardinäle hervorgehen, unter ihnen sind die Erzbischöfe Reinhard Marx und Kurt Koch sowie der deutsche Kirchenhistoriker Walter Brandmüller. Bei diesem „Ordentlichen Öffentlichen Konsistorium“ wird Benedikt XVI. den neuen Purpurträgern ihre Ernennungsbulle überreichen, das rote Kardinalsbirett aufsetzen und eine Titelkirche zuweisen. Am Nachmittag des gleichen Tages nehmen die neuen Kardinäle zwischen 16.30 und 18.30 Uhr die Gratulation ihrer Freunde, der Mitkardinäle sowie der offiziellen Gäste entgegen. Die jeweiligen Räumlichkeiten werden noch bekannt gegeben. Tags darauf, am Sonntag, feiert der Papst um 9.30 Uhr im Petersdom mit den neuen Kardinälen eine gemeinsame Messe. Bei diesem Gottesdienst zum Christkönigsfest wird Benedikt XVI. den neuen Purpurträgern den Kardinalsring anstecken.

 

Published in: on 30. Oktober 2010 at 11:44  Schreibe einen Kommentar  

Papst Benedikt XVI kündigt für den 20. November ein Konsistorium zur Kreiierung neuer Kardinäle an

„Mit Freude gebe ich bekannt, dass am kommenden 20. November ein Konsistorium stattfinden wird, in dem neue Mitglieder ins Kardinalskollegium aufgenommen werden.“ Mit diesen Worten berief Papst Benedikt XVI. während der Generalaudienz das schon lange erwartete Konsistorium ein. Bei dieser Versammlung wird der Papst insgesamt 24 Kirchenmännern den roten Kardinalshut überreichen und ihnen damit die Amtswürde übertragen. Benannt hat er die „Neuen“ schon heute.

Die Namen der neuen Kardinäle lauten:

Angelo Amato, S.D.B., Präfekt der Heiligsprechungskongregation

Antonios Naguib, koptischer Patriarch von Alexandrien

Robert Sarah, Präsident des päpstlichen Rates „Cor Unum“

Francesco Monterisi, Erzpriester der Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Fortunato Baldelli, Großpönitentiar

Raymond Leo Burke, Präfekt der Apostolischen Signatur

Kurt Koch, Präsident des päpstlichen Einheitsrates

Paolo Sardi, Vize Camerlengo

Mauro Piacenza, Präfekt der Kleruskonkregation

Velasio De Paolis, C.S., Präsident der Präfektur für die ökonomischen Angelegenheiten des Vatikan

Gianfranco Ravasi, Präsident des päpstlichen Kulturrates

http://www.esatclear.ie/~isoe/images/Events%202004/ACCSE%202004%20Joe%20and%20Bishop%20%202.5.JPGMedardo Joseph Mazombwe, emeritierter Erzbischof von Lusaka (Zambia)

http://es.gaudiumpress.org/resource/view?&image=38506&size=2Raúl Eduardo Vela Chiriboga, emeritierter Erzbischof von Quito (Ecuador)

Laurent Monsengwo Pasinya, Erzbischof von Kinshasa (Dem. Republik Kongo)

Paolo Romeo, Erzbischof von Palermo

Donald William Wuerl, Erzbischof von Washington (USA)

Raymundo Damasceno Assis, Erzbischof von Aparecida (Brasilien)

Kazimierz Nycz, Erzbischof von Warschau

Albert Malcolm Ranjith Patabendige Don, Erzbischof von Colombo (Sri Lanka)

Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising

Papst Benedikt XVI. hat ebenfalls entschieden, die Kardinalswürde vier Klerikern zu verleihen, die zwar auf Grund ihres Alters nicht mehr an Papstwahlen teilnehmen dürfen, die aber so für ihren Dienst in der Kirche gewürdigt werden.

Erzbischof José Manuel Estepa Llaurens, emeritierter Militär-Erzbischof von Spanien

Erzbischof Elio Sgreccia, ehemaliger Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben

Walter Brandmüller, ehemaliger Präsident der päpstlichen Kommission für Geschichtswissenschaften

Domenico Bartolucci, ehemaliger Leiter des päpstlichen Chores der „Capella Sistina“

Mit dem Konsistorium vom November erhöht sich die Zahl der „Purpurträger“ auf insgesamt 203. Die Gruppe jener Kardinäle, die den nächsten Papst wählen dürfen, ist enger, da nur jene zum Konklave zugelassen sind, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Kreis der zur Papstwahl berichtigten Kardinäle erreicht mit den Neuernannten 121. (rv)

Published in: on 21. Oktober 2010 at 12:05  Schreibe einen Kommentar  

Jahrestag – Konsistorium von 1977

https://i2.wp.com/www.welt.de/multimedia/archive/01041/ratzinger_77_kardi_1041793a.jpg

Papst Paul VI. setzt Erzbischof Joseph Ratzinger den Kardinalshut auf (1977)

Am 27. Juni jährt sich das Konsistorium, in dem der heutige Papst als Joseph Ratzinger (Erzbischof von München und Freising) in Rom zum Kardinal erhoben wurde zum 33. Mal.

Papst Paul VI. erhob mit ihm nur 3 neue Kardinäle, die heute jedoch bereits verstorben sind.

Published in: on 27. Juni 2010 at 19:29  Schreibe einen Kommentar  

Kardinal Wetter feiert 25jähriges Kardinalsjubiläum

1982 wurde er Nachfolger von Joseph Ratzinger als Erzbischof von München und Freising: Friedrich Wetter, zuvor Bischof von Speyer. 1985 nahm ihn Papst Johannes Paul II. dann in das Kardinalskollegium auf. Dieses Datum jährte sich an diesem Dienstag zum 25. Mal. In München hatte Kardinal Wetter bereits am letzten Sonntag gefeiert, den Jahrestag selber aber verbrachte und feierte er in seiner Titularkirche in Rom, Santo Stefano al Monte Celio – im Volksmund Santo Stefano Rotondo genannt. Dabei meinte er in seiner Predigt, er fühle sich als Kardinal verpflichtet, „mitzuarbeiten am Aufbau einer lebendigen Kirche“. Wetter wörtlich: „Wir wissen, dass die Kirche heute in ihrer Glaubwürdigkeit stark beschädigt, da ist einiges zu tun und aufzubauen.“ (rv)

Mit ihm können auf 25 Jahre zurückblicken:

Duraisamy Simon Kardinal Lourdusamy, Francis Kardinal Arinze, Miguel Kardinal Obando Bravo SDB, Ricardo Jamin Kardinal Vidal, Henryk Roman Kardinal Gulbinowicz, Jozef Kardinal Tomko, Andrzej Maria Kardinal Deskur, Paul Joseph Jean Kardinal Poupard, Silvano Kardinal Piovanelli, Adrianus Johannes Kardinal Simonis, Bernard Francis Kardinal Law und Giacomo Kardinal Biffi.
14 weitere Kardinäle wurden 1985 von Papst Johannes Paul II. ernannt, sind aber bereits verstorben. Darunter auch der jüngst verstorbene Paul Augustin Kardinal Mayer OSB.

William Wakefield Kardinal Baum blickte am 24. Mai auf 34 Jahre im Kardinalsstand zurück.

Published in: on 27. Mai 2010 at 11:48  Schreibe einen Kommentar