Regia Coeli vom 25. April

Nur wenn wir es verstehen, uns Gott zuzuwenden und zu ihm zu beten, können wir den tieferen Sinn unserer Existenz entdecken, und unser täglicher Weg wird vom Licht des Auferstandenen erleuchtet. Das sagte Papst Benedikt XVI. beim traditionellen Mittagsgebet der Kirche in der Osterzeit, dem Regina Coeli. Der Papst erholt sich soeben einige Tage in Castelgandolfo; die Pilger und Besucher, die zu ihm an die Sommerresidenz gekommen waren, lud er dazu ein, „den Blick des Geistes und des Herzens immer auf die Höhe Gottes“ zu richten, dort, wo Christus, der Auferstandene sei. Auf Italienisch begrüßte der Papst die Angehörigen der Nicht-Regierungs-Organisation „Meter“, die gegen die Ausbeutung von Kindern kämpft und an deren Spitze der italienische Priester Fortunato di Noto steht. Der Papst ermunterte den Verein in seinem Engagement zur Gewissensbildung, „besonders im Bereich der Pfarreien, Oratorien und anderer kirchlicher Einrichtungen, die sich großzügig der Ausbildung der jungen Generationen widmen“. (rv)

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Published in: on 1. Mai 2011 at 13:52  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 10. April

Benedikt XVI. hat beim Angelusgebet am Sonntag den christlichen Glauben an die Auferstehung und an ein Leben nach dem Tod bekräftigt. In seiner Kurzkatechese zu den Sonntagslesungen unterstrich er, dass diese Wirklichkeit die Grenzen der Vernunft übersteige und einen Glaubensakt erfordere. Der Glaube an eine Auferstehung von den Toten sei auch unter Christen oft Gegenstand von Zweifel und Verwirrung. Die Auferstehung sei keine Rückkehr zum vorherigen Leben, sondern durch sie eröffne sich eine neue Wirklichkeit, eine „neue Erde“.

In seiner polnischen Ansprache gedachte Benedikt XVI. der Opfer des Flugzeugabsturzes in Smolensk vor einem Jahr, bei dem u.a. der polnische Staatspräsident und der Militärbischof ums Leben gekommen waren.
Hier sein deutschen Grußworte:

„Ganz herzlich grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher auf dem Petersplatz. Das Evangelium dieses fünften Fastensonntags, des Passionssonntags, berichtet vom gläubigen Bekenntnis der Marta und der Auferweckung ihres verstorbenen Bruders Lazarus. Beides steht in einem tiefen Zusammenhang: Wer sich zu Christus, dem Sohn Gottes, bekennt, erhält das Leben. Auch zu uns sagt der Herr: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“. Durch die Taufe haben wir Anteil an diesem neuen Leben in Christus; so wollen wir unseren Mitmenschen bezeugen: Christus ist die Auferstehung und das Leben für die Welt. Der Herr schenke euch sein Licht auf allen euren Wegen.“ (rv)

Published in: on 1. Mai 2011 at 13:06  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 3. April

Papst Benedikt XVI. hat an diesem Sonntag seines vor sechs Jahren verstorbenen Vorgängers Johannes Paul II. gedacht. Wegen dessen baldiger Seligsprechung habe er, Benedikt, in diesem Jahr darauf verzichtet, die traditionelle Trauermesse für Johannes Paul im Petersdom zu feiern, sagte der Papst beim Angelusgebet an diesem Sonntag.

„Aber ich habe seiner mit Zuneigung im Gebet gedacht, wie ihr wahrscheinlich ebenso. Während wir uns in der Fastenzeit auf Ostern vorbereiten, nähern wir uns mit Freude auch dem Tag, an dem wir diesen großen Papst und Zeugen Christi als Seligen verehren und uns noch mehr seiner Fürsprache anvertrauen können.“ (rv)

Published in: on 1. Mai 2011 at 12:53  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 27. März

Benedikt XVI. fordert ein Ende der Kämpfe in Libyen. Beim Angelusgebet an diesem Sonntag rief Benedikt XVI. zu einer diplomatischen Lösung der Krise für das nordafrikanische Land. Die internationale Staatengemeinschaft sowie alle politisch und militärisch Verantwortlichen sollen „umgehend einen Dialog aufnehmen, um die Gewalt zu beenden“, so der Papst. Er sei besorgt angesichts der immer dramatischer werdenden Lage über die Unversehrtheit und Sicherheit der Zivilbevölkerung.

„In Momenten größten Spannungen ist es dringend geboten, auf alle Mittel der Diplomatie zurückzugreifen und auch die schwächsten Signale einer Öffnung und eines Versöhnungswillens zu unterstützen. Das gilt auch für die anderen Nahoststaaten, aus denen in den vergangenen Tagen Unruhen und Gewalt gemeldet wurden. Auch dort ist der Weg von Dialog und Versöhnung notwendig. Das Ziel muss ein gerechtes und brüderliches Zusammenleben der Menschen und der Staaten sein.“ (rv)

Published in: on 28. März 2011 at 13:29  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 20. März

Benedikt XVI. hat zum Schutz der libyschen Bevölkerung aufgerufen. Das sagte der Papst beim Mittagsgebet an diesem Sonntag auf dem Petersplatz.

„Ich richte einen dringenden Appell an alle, die Verantwortung in Politik und Militär tragen, dass sie vor allem für die Unversehrtheit und die Sicherheit der Bürger sorgen und den Zugang zu humanitärer Hilfe garantieren. Ich habe die jüngsten Ereignisse in dem nordafrikanischen Land mit großer Sorge verfolgt und bete in dieser dramatischen Situation für alle Beteiligten sowie für den Frieden im Land.“

Er wolle seine Verbundenheit mit der Bevölkerung Libyens bekräftigen. Die „beunruhigenden Nachrichten“ über die Ereignisse hätten auch bei ihm große „Unruhe und Furcht“ ausgelöst. (rv/kna/diverse)

Published in: on 28. März 2011 at 12:18  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 12. März

Papst Benedikt XVI. hat beim Angelusgebet am Sonntag der Opfer des Erdbebenunglücks und des Tsunamis in Japan gedacht. Er ermutigte die Hilfskräfte und lobte ihre schnelle Einsatzbereitschaft:

„Die Bilder des tragischen Erdbebens und des folgenden Tsunamis in Japan haben bei uns allen tiefe Betroffenheit hervorgerufen. Ich möchte erneut meine geistliche Nähe mit der geliebten Bevölkerung dort ausdrücken, die mit Würde und Mut sich den Folgen dieses Unglücks stellt. Ich bete für die Opfer und ihre Angehörigen und für alle, die an den Folgen dieser schrecklichen Ereignisse zu leiden haben. Ich ermutige alle Hilfskräfte, die sich mit lobenswerter Schnelligkeit aufgemacht haben um dort Hilfe zu leisten. Bleiben wir im Gebet verbunden. Der Herr ist uns nahe!“

Die Caritas hat derweil zu Spenden für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan aufgerufen. Besonders schwer betroffen sind die Bistümer Sapporo, Sendai, Saitama und Tokio im Nordosten des Landes. Alle Hilfseinsätze werden von der Caritas Japan koordiniert. Erschwert wird die Hilfe weiterhin durch zusammengebrochene Telefonnetze, die eine Kommunikation für die Hilfskräfte untereinander stark behindern. (pm)

Published in: on 28. März 2011 at 11:59  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 6. März

Papst Benedikt XVI. ist am Sonntag, 6. März, beim Angelusgebet auf die Lage in Nordafrika und den grausamen Mord am pakistanischen Minister für Minderheiten, Shahbaz Bhatti, eingegangen. Der Christ setzte sich in Pakistan für Religionsfreiheit und eine Reform des umstrittenen Blasphemiegesetzes ein, das oft als Vorwand genutzt wird, um religiöse Minderheiten zu diskriminieren. Bhatti fiel am vergangenen Mittwoch einem tödlichen Anschlag zum Opfer. Möge das „bewegende Lebensopfer des pakistanischen Ministers im Bewusstsein der Menschen Mut und Einsatz wecken, um die Religionsfreiheit aller Menschen zu schützen und damit ihre gleiche Würde zu fördern“, sagte der Papst wörtlich. Was der Papst zu Nordafrika sagte, lesen Sie weiter unten. (rv)

Weiter erbat der Papst beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz für die Menschen in Libyen Hilfe und Beistand. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte er sich ausführlich über die letzten Entwicklungen an der Grenze zwischen Libyen und Tunesien unterrichten lassen – bei einer Privataudienz mit der Direktorin des Welternährungsprogramms, Josette Sheeran, die selbst in diesen Tagen im Krisengebiet unterwegs gewesen war. Der Papst sagte beim Mittagsgebet:

„Meine Gedanken gehen weiter nach Libyen. Die letzten Zusammenstöße dort kosteten zahlreichen Menschen das Leben, und sie führten zu einer wachsenden humanitäre Krise. Allen Opfern und allen Menschen, die sich in beängstigenden Situationen befinden, versichere ich mein Gebet und meine Nähe. Und ich flehe um Hilfe und Beistand für die betroffenen Völker.“ (rv)

Published in: on 28. März 2011 at 11:28  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 27. Februar

Vertrauen auf Gott hat nichts mit Fatalismus zu tun. Daran hat Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag beim Angelusgebet auf dem Petersplatz erinnert. In einer kurzen Auslegung des Tagesevangeliums sagte der Papst:

„Der Herr möchte klarstellen, dass man nicht zwei Herren dienen kann, Gott und dem Reichtum. Wer an Gott glaubt, stellt die Suche nach Seinem Reich und Seinem Willen an die erste Stelle. Das ist geradezu das Gegenteil von Fatalismus und Naivität. Der Glaube an die göttliche Vorsehung dispensiert keineswegs vom mühsamen Kampf um ein würdiges Leben, aber er befreit von der Sorge um Materielles und der Angst vor dem nächsten Tag.“

Die Aufforderung Jesu, sich nicht um materielle Dinge zu sorgen, könne zunächst „realitätsfremd“ wirken angesichts der vielen Menschen, die – nah oder fern von uns – im Elend leben, so der Papst. Doch sei das absolute Vertrauen auf Gott geradezu ein Alleinstellungsmerkmal des Christen. „Jesus hat uns gezeigt, was es heißt, mit beiden Beinen im Leben zu stehen, aufmerksam zu sein auf die konkrete Lage des Nächsten, und dennoch das Herz immer im Himmel zu haben, eingetaucht in die Barmherzigkeit Gottes.“ (rv)

Published in: on 2. März 2011 at 16:48  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 6. Februar

Die Würde der Kranken ist unantastbar – daran hat Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag beim Angelus-Gebet erinnert. Der Papst blickte dabei auf den kommenden Freitag, den 11. Februar, voraus: Am Gedenktag der seligen Jungfrau von Lourdes wird der Welttag der Kranken begangen. Der Welttag der Kranken biete Gelegenheit zum Gebet und dafür, die „Sensibilität der kirchlichen und zivilen Gemeinschaften gegenüber unseren kranken Brüdern und Schwestern zu erhöhen“. Benedikt XVI.:

„Ich fordere alle im Gesundheitsdienst Tätigen dazu auf, im Kranken nicht nur einen durch Gebrechlichkeit gezeichneten Körper zu sehen, sondern vor allem eine Person, die unsere ganze Solidarität und adäquate und kompetente Antworten braucht. In diesem Zusammenhang möchte ich an den Tag für das Leben erinnern, der heute in Italien begangen wird. Ich wünsche mir, dass sich alle dafür einsetzen, die Kultur des Lebens zu fördern und unter allen Umständen den Wert des menschlichen Lebens ins Zentrum zu stellen. Dem Glauben und der Vernunft nach ist die Würde der Person nicht auf ihre Fähigkeiten oder Möglichkeiten zu reduzieren – umso weniger, wenn sie schwach, behindert und hilfsbedürftig ist.“ (rv)

Angesichts des politisch-gesellschaftlichen Umbruchs in Ägypten hat Benedikt XVI. an diesem Sonntag dem Land Frieden und Einheit gewünscht. Es war das erste Mal seit Ausbruch der Unruhen, dass sich der Papst öffentlich zur Lage in Ägypten äußerte. Benedikt XVI. sagte nach dem Angelusgebet auf dem Petersplatz: „Ich bitte Gott, dass dieses gesegnete Land wieder zur Ruhe und zum friedlichen Zusammenleben finde, indem es sich mit vereinten Kräften für das Gemeinwohl einsetzt“, so der Papst am Sonntag nach dem Angelus-Gebet. – Auch auf dem Kairoer Tahrir-Platz wurde am Sonntagmittag gebetet: Nach Medienberichten fanden Andachten für die Menschen statt, die bei den Zusammenstößen zwischen Regime-Gegnern und Mubarak-Anhängern in den letzten Tagen ums Leben kamen. (rv)

Published in: on 7. Februar 2011 at 22:42  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 23. Januar

Im Rahmen der laufenden Weltgebetswoche für die Einheit der Christen hat Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag zur Solidarität mit Christen in Nahost aufgerufen. Ein Ausgangspunkt der Weltgebetswoche sind Gebete von Gläubigen aus Jerusalem – der Papst erinnerte beim Angelus-Gebet an den Druck der christlichen Kirchen in der Region:

„Wir wissen, wie viele Proben unsere Brüder und Schwestern im Heiligen Land bestehen müssen. Ihr Dienst ist also noch kostbarer, er wird durch ein Zeugnis bekräftigt, das in bestimmten Fällen die Aufopferung des eigenen Lebens einschließt. Zeigen wir also diesen Gläubigen unsere Nähe und nehmen wir ihre Gedanken zur Gebetswoche mit Freude auf – und möge dies für alle zur Einheit beitragen.“ (rv)

Published in: on 25. Januar 2011 at 14:58  Schreibe einen Kommentar