Sommerprogramm des Papstes

Der päpstliche Zeremonienmeister hat das Sommerprogramm Papst Benedikts vorgestellt. Guido Marini bestätigte dabei die Reisen nach Kroatien (4. und 5. Juni) sowie den Besuch nach San Marino am 19. Juni, die Teilnahme des Papstes am Weltjugendtag in Madrid vom 18. bis 21. August sowie die Reisen nach Ancona (11. September) und die Deutschland-Visite vom 22. bis 25. September. Der nächste Termin ist am 26. Mai: Benedikt XVI. wird in der Basilika Santa Maria Maggiore zusammen mit italienischen Bischöfe zu Ehren des 150. jährigen Jubiläums der Einheit Italiens einen Gottesdienst feiern. Am 15. August wird der Papst in Castel Gandolfo die Messe zu Mariä Himmelfahrt zelebrieren. (rv)

Kardinal Garcia-Gasco y Vicente kurz vor der Seligsprechung Johannes Pauls II. verstorben

+ Augustin Kardinal Garcia-Gasco y Vicente (1931-2011)

Kardinal Augustin Garcia-Gasco y Vicente ist am Sonntagmorgen in Rom einem Herzinfarkt erlegen. Der Alterzbischof von Valencia war zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. in die Ewige Stadt gereist. In einem Beileidstelegramm an den Erzbischof von Valencia bekundet Papst Benedikt XVI. seine Trauer und sein Gebet für den Verstorbenen. Kardinal Garcia-Gasco y Vicente starb nur wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag. Nach seinem Tod zählt das Kardinalskollegium noch 198 Mitglieder. Von ihnen könnten jedoch nur die 115 unter 80-Jährigen an einer Papstwahl teilnehmen. (kna/rv)

Published in: on 13. Mai 2011 at 20:57  Schreibe einen Kommentar  

Umdenken in Spanien

Jose Luis Rodriguez Zapatero, Regierungschef Spanien

Wenige Tage nach dem Papst-Besuch stoppt die sozialistische Regierung ihre Gesetzesreform zur Religionsfreiheit. Benedikt XVI. hatte eine „aggressive Säkularisierung“ in Spanien beanstandet. Allerdings ist nicht diese Kritik Anlass für den Stopp des Gesetzes. Vielmehr hat der Widerstand der baskischen Nationalisten und der Kanarischen Regionalpartei den Gesetzesvorschlag zu Fall gebracht. Es gebe derzeit weder einen politischen noch einen sozialen Konsens für die Reform zur religiösen Freiheit, sagte Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero. Der Entwurf sah unter anderem die Entfernung religiöser Symbole aus allen öffentlichen Einrichtungen vor. Konkret hätten etwa Kreuze und Marienstatuen aus Spaniens öffentlichen Schulen, Krankenhäusern oder Ministerien entfernt werden müssen. Bei offiziellen Feiern oder Staatsbegräbnissen etwa von Politikern oder gefallenen Soldaten wären künftig katholische Zeremonien ausgeschlossen gewesen, um den nichtkonfessionellen Charakter des Staates zu unterstreichen. (kipa)

 

 

 

Published in: on 23. November 2010 at 11:06  Schreibe einen Kommentar  

Bilanz der Papstreise nach Spanien

Benedikt XVI. zieht eine positive Bilanz seiner Reise nach Spanien. In Barcelona sagte er am Sonntag Abend kurz vor seinem Abflug, er habe an diesem Wochenende alle Menschen in Spanien umarmen wollen. „Möge der Glaube auf diesem Kontinent neue Kraft finden“, rief er in Anwesenheit des spanischen Königs Juan Carlos aus.

„Der Glaube kam in den Anfängen des Christentums in diese Länder und wurzelte sich so tief ein, dass er den Geist, die Bräuche, die Kunst und den Charakter der Menschen, die hier wohnen, formte. Dieses reiche geistliche Erbe zu bewahren und zu mehren ist nicht nur Zeichen der Liebe eines Landes zur eigenen Geschichte und Kultur. Es ist auch der bevorzugte Weg, den jungen Generationen grundlegende Werte zu vermitteln!“

Nicht ohne Nostalgie erinnerte der Papst an die Zeit, als Europa im Zeichen des Glaubens geeint war: „Der Glaube war derselbe. Es gab eine gemeinsame Sprache, nämlich das Evangelium Christi. Jenseits nationaler Unterschiede wusste jeder Pilger sich als Glied einer großen Familie.“ Er hoffe auf eine Wiederbelebung des Glaubens in Europa.

„Der Glaube hat einmal das Innere dieses Volkes gekennzeichnet; und er trägt durch die Nächstenliebe und die Schönheit des Geheimnisses Gottes dazu bei, eine dem Menschen würdigere Gesellschaft zu schaffen. Die Schönheit, die Heiligkeit und die Liebe Gottes bringen den Menschen dazu, voll Hoffnung in der Welt zu leben.“ (rv)

Published in: on 10. November 2010 at 10:07  Schreibe einen Kommentar  

Papst in Spanien

Benedikt XVI. hat mehr Schutz für Ehe und Familie sowie für das menschliche Leben gefordert. In Barcelona weihte er an diesem Sonntag die weltberühmte Sagrada Familia ein. Dabei sprach er auch einige Anliegen deutlich an, die schon an seinem ersten Reiseziel am Samstag, Santiago de Compostela, angeklungen waren. Wörtlich meinte der Papst:

„Die Lebensumstände haben sich zutiefst gewandelt, und gleichzeitig gab es enorme Fortschritte im technischen, sozialen und kulturellen Bereich. Wir können uns mit diesen Fortschritten nicht begnügen. Mit ihnen müssen immer auch sittliche Fortschritte einhergehen, wie die Beachtung, der Schutz und die Unterstützung der Familie, denn die großherzige und unauflösbare Liebe zwischen einem Mann und einer Frau ist der fruchtbare Rahmen und die Grundlage des menschlichen Lebens bei seinem Entstehen, seiner Geburt, seinem Wachstum und seinem natürlichen Ende. Nur dort, wo Liebe und Treue vorhanden sind, entsteht die wahre Freiheit und dauert sie fort. Daher fordert die Kirche angemessene wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, daß die Frau zu Hause und am Arbeitsplatz ihre volle Verwirklichung finden kann; daß der Mann und die Frau, die den Ehebund schließen und eine Familie gründen, vom Staat wirklich unterstützt werden; daß das Leben der Kinder vom Augenblick ihrer Empfängnis an als heilig und unantastbar verteidigt wird; daß die Geburten auf rechtlicher, sozialer und legislativer Ebene Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung erhalten. Daher widersetzt sich die Kirche jeglicher Form der Ablehnung des menschlichen Lebens und hält das aufrecht, was die natürliche Ordnung im Bereich der Familie als Institution fördert.“

Der Papst war an seinem zweiten spanischen Reisetag in Barcelona angekommen. Auf dem Programm stand die Weihe der weltberühmten Sagrada Familia. An der Kirche des Architekten Antonio Gaudi (1852-1926) wird bereits seit 128 Jahren gebaut; Teile von ihr sind UNESCO-Weltkulturerbe. Am Samstag hatte Benedikt XVI. den nordspanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela besucht und dabei an die christlichen Wurzeln Europas erinnert. (rv)

Auch bei seinem Mittagsgebet in der Sagrada Familia von Barcelona hat der Papst zum Schutz von Ehe und Familie aufgerufen. Jesus habe uns durch sein Leben die Würde und den ursprünglichen Wert von Ehe und Familie gelehrt, so Benedikt XVI. wörtlich:

„Jesus hat uns auch gelehrt, dass die ganze Kirche, indem sie sein Wort hört und es befolgt, zu seiner Familie wird. Und mehr noch hat er uns aufgetragen, Samen der Brüderlichkeit zu sein, der, in alle Herzen ausgesät, zur Nahrung für die Hoffnung wird. In tiefer Verehrung für die Heilige Familie von Nazaret … und beseelt vom Eifer für seinen christlichen Glauben, ist es dem genialen Antoni Gaudí gelungen, dieses Gotteshaus als einen aus Stein gefertigten Lobpreis für Gott erstehen zu lassen. Ein Lobpreis für Gott, der wie bei der Geburt Christi als Hauptfiguren die demütigsten und einfachsten Menschen haben würde.“ (rv)

 

Published in: on 10. November 2010 at 09:52  Schreibe einen Kommentar  

Papst in Spanien

Messe auf der Plaza del Obradoiro: „Europa, öffne dich für Gott!“
Erste Etappe von Benedikts Apostolischer Visite war an diesem Samstag Santiago de Compostela. Dort feierte der Papst anlässlich des Heiligen Compostelanischen Jahres eine Messe mit Gläubigen auf der Plaza del Obradoiro: „Europa muss sich Gott öffnen, muss ohne Angst heraustreten hin zur Begegnung mit Ihm, muss mit seiner Gnade für die Würde des Menschen arbeiten“, erinnerte er an einem der historischen Kreuzungspunkte Europas, ähnlich wie schon sein Vorgänger Papst Johannes Paul II. Einheit und Glauben seien wichtige Stützen für die Zukunft des Kontinents. Dass sich im 19. Jahrhunderts in Europa die Überzeugung durchgesetzt habe, Gott sei ein „Gegenspieler des Menschen und Feind seiner Freiheit“, sei eine „Tragödie“. Bereits auf dem Flug nach Santiago hatte Benedikt XVI. vor Journalisten einen „aggressiver Laizismus und Antiklerikalismus“ beklagt; der neu gegründete Rat für Neuevangelisierung sei für Spanien deshalb besonders wichtig. (rv)

Unter begeisterter Anteilnahme Tausender Gläubiger und imposanten Orgelklängen hat Papst Benedikt um die Mittagszeit die Kathedrale von Santiago besucht. Er trat über die Heilige Pforte, die aus Anlass des Pilgerjahres geöffnet ist, erhielt bei seinen Rundgang in der prachtvollen Kirche kurzzeitig eine braune Pilgerpelerine mit Jakobsmuschel um die Schultern gelegt, stieg über enge, von Abermillionen Pilgerfüßen abgeschliffene Treppen in die Krypta und betete am Grab des Apostels Jakobus. Wie Jakobspilger es machen, umarmte er danach die Statue des Apostels. In Anspielung darauf bezeichnete er in seiner Ansprache die Kirche als „Umarmung Gottes“. (rv)

Pilgerschaft und Schönheit: Im Zeichen dieser beiden Themen sieht Papst Benedikt XVI. selbst seine Visite in Spanien. Wie Benedikt bei der Pressekonferenz im Flugzeug sagte, die bei Papstreisen mittlerweile Gewohnheit geworden ist, hätten beide Themen zusammen eine Botschaft: „Unterwegs sein, den Weg des Glaubens nicht verlieren, die Schönheit des Glaubens finden, die Neuheit und die Tradition des Glaubens, der sich in der modernen Schönheit, in der Welt von heute auszudrücken und zu treffen weiß“. (rv)

Im Flugzeug vor Journalisten auf dem Weg nach Santiago de Compostela sprach Benedikt XVI. von einer „aggressiven“ antiklerikalen Haltung, die sich in Spanien ausbreite. Alles andere als aggressiv war dagegen der Empfang in Santiago de Compostela. Unser Korrespondent Mario Galgano hat die Ankunft des Papstes am Straßenrand miterlebt, wo tausende Menschen ihm zujubelten. Was für eine Stimmung! Galgano:

„Zur Begrüßung des Papstes hatten sich bei nebeligem, herbstlichem Wetter mehrere hundert Menschen auf dem Flughafen und weitere tausend auf der Strecke zur Stadt eingefunden, die den Papst mit „Benedetto“-Rufen begrüßten. Es war eindrücklich. Ich würde sagen, ein wahres Freudenfest. Der Papst hatte die zwölf Kilometer lange Strecke zur Kathedrale im „Papamobil“ zurückgelegt und immer wieder hielt der Wagen kurz an, um kleine Kinder zu segnen. Das haben wir auf einem Großbildschirm gesehen.“

„Mit dem Besuch der Pilgerstätte reiht sich der Papst unter all jene ein, die im Laufe der Jahrhunderte bereits nach Santiago de Compostela gekommen waren. Er wird hier nicht unbedingt als DER Star gefeiert. Ich würde vielmehr sagen, dass die Pilger – ob religiös-motivierte Gläubige oder sportbegeisterte Wanderer – den Papst als einer von ihnen betrachten, der aber gleichzeitig der Vertreter aller hier anwesenden ist.“ (rv)

Published in: on 8. November 2010 at 11:56  Schreibe einen Kommentar  

Papstbesuch in Spanien am kommenden Wochenende

Papst Benedikt XVI. wird am kommenden Wochenende in Spanien erwartet: Aus Anlass des laufenden „Heiligen Jahres des Apostels Jakobus“ besucht der Papst am Samstag das Wallfahrtszentrum Santiago de Compostela und reist von dort nach Barcelona weiter, wo er am Sonntag den Altar der weltberühmten Basilika Sagrada Familia des Architekten Gaudis weihen wird. Höhepunkte des Besuchs sind die beiden Gottesdienste am Samstag auf der Plaza del Obradoiro in Santiago und am Sonntag in der Sagrada Familia. Dort wird der Papst auch eine der Außenemporen besteigen und von dort aus mit den Gläubigen den Angelus beten. (rv)

Published in: on 3. November 2010 at 14:31  Schreibe einen Kommentar  

Papstreise nach Spanien im November

Kathedrale "Sagrada Familia", Barcelona

Die Papstreise nach Spanien ist keine politische Reise. Das hat Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag vor Journalisten im Vatikan erläutert. Mit Blick auf den aktuellen Wahlkampf in Katalonien werde Benedikt XVI. seine Aussagen allerdings besonders abwägen. Ein Treffen mit dem spanischen Ministerpräsident Jose Luis Zapatero sei erst kurz vor der Abreise auf den Flughafen von Barcelona vorgesehen, so Lombardi. Bei der Reise nach Barcelona und Santiago de Compostela am 7. und 8. November wird der Papst die Kirche „Sagrada Familia“ in Barcelona weihen. Weiter wird er das vom katalanischen Architekten Antoni Gaudi (1852 – 1926) erbaute Gotteshaus in Barcelona nach der Weihe zur Basilika erheben. (rv)

 

Published in: on 30. Oktober 2010 at 11:35  Schreibe einen Kommentar  

Programm für die Papstreise nach Spanien im November

Lluís Kardinal Martínez Sistach, Erzbischof von Barcelona

Der Erzbischof von Barcelona, Kardinal Lluís Martínez Sistach, hat am Freitag das Programm des Papstbesuches in Barcelona vorgestellt. So wird Benedikt XVI. nach seinem Besuch in Santiago de Compostela am Abend des 6. November ankommen. Am Sonntag, den 7. November, wird er eine Messe in der Sagrada Familia feiern und die Kathedrale weihen. Nach der Messe wird er das Angelus-Gebet sprechen. Das Erzbistum geht von bis zu einer halben Million Besuchern aus, auch das spanische Königspaar wird erwartet. Am Nachmittag wird Benedikt XVI. ein Sozialzentrum für Familien besuchen und damit seinen Besuch in Barcelona beenden. Es ist der erste Papstbesuch in der Stadt seit 1982. Kardinal Sistach rief alle Gläubigen dazu auf, Interesse zu zeigen und an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

Published in: on 25. Juli 2010 at 15:00  Schreibe einen Kommentar  

Ernennung

Papst Benedikt XVI. hat den bisherigen Pfarrer und Bischofsvikar Carlos Manuel Escribano Subías zum Bischof von Teruel y Albarracín (Spanien) ernannt.

Published in: on 23. Juli 2010 at 09:24  Schreibe einen Kommentar