Eine der ältesten Kirchen der Welt gefunden

Türkische Archäologen haben in der antiken Stadt Laodizäa eine der ältesten Kirchen der Welt ausgegraben. Die Kirche wurde offenbar in den Jahren zwischen 313 und 320 errichtet, unmittelbar nach dem Ende der Christenverfolgungen durch die als Toleranzedikt bekannte Mailänder Vereinbarung von 313. Damit zähle das Bauwerk nicht nur zu den ältesten Kirchen der Welt, sagte der Ausgrabungsleiter. Im Gegensatz zu anderen Kirchen des vierten Jahrhunderts sei diese Kirche überdies nach Jahrhunderten unter der Erde im Originalzustand erhalten. Sie verspreche daher neue Aufschlüsse über die Geschichte des Christentums und der Kirchenarchitektur. Die Kirche war im vergangenen Jahr bei unterirdischen Messungen entdeckt und seither ausgegraben worden. Nach Restaurierungen soll sie voraussichtlich im nächsten Jahr zur Besichtigung freigegeben werden. (kna)

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Published in: on 13. Juni 2011 at 11:20  Schreibe einen Kommentar  

Andreas-Fest in Istanbul gefeiert

Kurt Kardinal Koch, "Ökumene-Minister"

Die Kirche feierte am vergangenen Dienstag das Fest des Apostels Andreas. Besonders intensiv sind die Feierlichkeiten in Istanbul, am Amtssitz des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel. Hier war der Apostel zunächst begraben. An den Feiern in Istanbul nimmt als Vertreter von Papst Benedikt der neue Ökumene-Verantwortliche des Vatikans teil – es ist der Schweizer Kardinal Kurt Koch. Nach der „Göttlichen Liturgie“ im Phanar wird er sich mit Patriarch Bartholomaios I. zu einem Gespräch treffen. In einer Botschaft nach Istanbul nennt Papst Benedikt „die unermüdliche Verkündigung des Glaubens mit dem Zeugnis des Lebens“ eine wichtige gemeinsame Aufgabe von Katholiken und Orthodoxen. (rv)

Published in: on 1. Dezember 2010 at 16:04  Schreibe einen Kommentar  

Türkei öffnet Kirchen für Gottesdienste

Die Türkei will angeblich 16 christliche Kirchen für Gottesdienste öffnen. Darunter auch die katholische Paulus-Kirche in Tarsus. Das berichtet die liberale türkische Tageszeitung „Milliyet“. Der Genehmigungsmodus für christliche Gottesdienste soll damit künftig erleichtert werden. Neben der Paulus-Kirche, welche bislang als Museum genutzt wurde, soll auch die Peter-Kirche in Antakya und die Kirche des hl. Nikolaus bei Antalya bald wieder von Christen genutzt werden.. Im ehemaligen orthodoxen Kloster Sümela, sowie in der alten armenischen Heilig-Kreuz-Kirche, soll vorerst ein Gottesdienst pro Jahr erlaubt werden. Drei Ministerien sollen sich bereits auf die Lockerung geeinigt haben. Eine endgültige Entscheidung stehe allerdings noch aus. (apd)

Published in: on 12. Oktober 2010 at 11:11  Schreibe einen Kommentar  

Katholische Kirche in Turkmenistan zugelassen

Die katholische Kirche ist vom Staat offiziell anerkannt worden. Für die kleine katholische Gemeinde des zentralasiatischen Staates mit etwa 100 Gläubigen ist diese offizielle Anerkennung „ein entscheidender Schritt in der Geschichte der Kirche in diesem Land“. Das erklärt der Obere der Missio sui iuris in Turkmenistan, P. Andrzej Madej OMI, gegenüber fides. Er erhielt bereits im März dieses Jahres eine erste entsprechende Mitteilung des turkmenischen Justizministeriums und des staatlichen „Rates für die Religionen“. Mit der offiziellen Anerkennung ist der katholische Kirche nun eine „öffentliche Präsenz“ erlaubt mit allen damit verbundenen rechtlichen und pastoralen Zugeständnissen. Ab dem 17. Juli wird der Apostolische Nuntius in der Türkei, Erzbischof Antonio Lucibello, das Land besuchen und sich mit Vertretern des Justizministeriums zu Gesprächen treffen. Dann soll auch die Anerkennung offiziell ratifiziert werden. (fides)

Published in: on 17. Juli 2010 at 19:20  Schreibe einen Kommentar  

Ernennung

Papst Benedikt XVI. hat den Erzbischof von Izmir (Türkei), Ruggero Franceschini, OFM Cap., zusätzlich zum Apostolischen Administrator von Anatolien (Türkei) ernannt.

Published in: on 30. Juni 2010 at 18:56  Schreibe einen Kommentar  

Bischof Padovese in Mailand bestattet

Rund 5.000 Gläubige haben sich am Montag (14.06.) mit einer Trauerfeier von Bischof Luigi Padovese verabschiedet. Im Mailänder Dom waren unter ihnen auch 40 Bischöfe aus ganz Europa. Die Totenmesse für den am 3. Juni im südtürkischen Iskenderun getöteten 63 Jahre alten Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz wurde vom Mailänder Kardinal Dionigi Tettamanzi geleitet. In seiner Predigt würdigte Tettamanzi den Kapuziner Padovese als „Freund des Friedens“ und „Bruder aller Menschen“.

„Er war ein wahrer Brückenbauer der Versöhnung und des Friedens. Er ging immer vom gegenseitigen Respekt und von der brüderlichen Aufnahme aus. Sein Leben war ein Weizenkorn, der auf die Erde gefallen ist und so seinen Dienst als Bischof von Anatolien leitete. Auf dieser türkischen Erde, die er so tiefgründig studiert hatte, wollte Bischof Padovese seine Früchte bringen, indem er dieses edle Volk so innig liebte.“

Zugleich bekundete Tettamanzi die Verbundenheit des Erzbistums Mailand – es ist das größte Europas – mit den Katholiken in der Türkei. Papst Benedikt XVI. hob in einer während der Trauerfeier verlesenen Botschaft den unermüdlichen Einsatz Padoveses für Dialog und Versöhnung hervor. (kap)

Published in: on 23. Juni 2010 at 18:12  Schreibe einen Kommentar  

Zum Mord an Bischof Padovese

ord an Bischof Luigi Padovese: Entsetzen und Fassungslosigkeit
Der Vorsitzende der Türkischen Bischofskonferenz ist am Donnerstag in Iskanderun erstochen worden. Tatverdächtiger ist sein Fahrer Murat A. Er wurde offenbar mit der Tatwaffe festgenommen. Der Fahrer, der kurdischer Herkunft und katholisch ist, arbeitete offenbar seit viereinhalb Jahren für den Bischof; er soll in psychologischer Behandlung gewesen sein. Nach türkischen Medienberichten gibt der 26-Jährige an, er habe aus einer „göttlichen Eingebung heraus“ gehandelt. Die türkischen Behörden vermuten „persönliche Motive“ hinter der Bluttat. Aus aller Welt kommen erschütterte Reaktionen auf die Bluttat in der Türkei. Unterwegs nach Zypern sagte Papst Benedikt XVI. im Flugzeug:

„Selbstverständlich bin ich tief erschüttert über den Mord an Monsignore Padovese. Er hatte einen großen Anteil an den Vorbereitungen der Synode gehabt. Auch in der Synode selbst sollte er eine elementare Rolle übernehmen. Wir vertrauen Gott seine Seele an… Dieser Schatten hat nichts zu tun mit den wirklichen Themen der Reise, wir dürfen diese Tat nicht der Türkei oder den Türken zuschreiben. Es ist eine Tat, über die wir noch sehr wenig wissen. Sicher ist nur, dass es kein politisches oder religiöses Attentat war, sondern es handelt sich um persönliche Motive. Wir warten das vollständige Bild ab, aber wir dürfen diese tragische Situation jetzt nicht mit dem Dialog mit dem Islam vermengen und anderen Problemen unserer Reise. Es ist ein so trauriger Vorfall, aber er darf in keiner Weise den Dialog verdunkeln, der das Thema und die Intention dieser Reise ist.“

Die Deutsche Bischofskonferenz fordert eine zügige und lückenlose Aufklärung des Mordes. Der Konferenzvorsitzende Erzbischof Robert Zollitsch spricht in einem Statement von einem „brutalen und feigen Mord“. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner bewertet den Tod Padoveses als großen Verlust für die Katholiken in der Türkei. Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zeigt sich „zutiefst erschüttert“. Der Mord an Bischof Padovese ist eine „doppelte Katastrophe“, meint der Missio-Experte in der Türkei, Ottmar Oehring:

„Es ist eine menschliche Tragödie, es ist aber auch eine Katastrophe für die Kirche und damit für die Gläubigen. Sie sind jetzt in gewisser Weise führungslos.“

Oehring ist fest davon überzeugt, dass die Tat persönlich motiviert war, auch wenn die äußeren Umstände zunächst auf einen antichristlichen Mord hinwiesen. (rv/diverse/terrasanta.net/domradio)

Published in: on 5. Juni 2010 at 14:12  Schreibe einen Kommentar  

Bischof Luigi Padovese OFM Cap. verstorben

Am 3. Juni ist Bischof Luigi Padovese, OFM Cap., bei einem Attentat im Alter von 63 Jahren verstorben.

Der italienische Kapuziner-Bischof Padovese wurde 2004 von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Monteverde und Apostolischer Vikar von Anatolien (Türkei) ernannt.

Bischof Luigi Padovese

Der Vorsitzende der Türkischen Bischofskonferenz, ist in seinem Haus erstochen worden. Das bestätigt die türkische Bischofskonferenz am Donnerstag. Vatikansprecher Federico Lombardi erklärt dazu: „Es handelt sich um eine schreckliche Nachricht, die uns sehr tief bewegt und natürlich sehr traurig macht.“ Der am 31. März 1947 in Mailand geborene Padovese, der dem Franziskanerorden angehörte, wurde 2004 von Papst Johannes Paul II. zum Apostolischen Vikar ernannt und empfing die Bischofsweihe. Zuvor war er Professor an der Franziskaner-Universität „Antonianum“ in Rom. Er war für die rund 4.500 Katholiken im Süden und Osten der Türkei zuständig. (rv/kna)

Die katholischen deutschen Bischöfe haben nach dem Mord an Bischof Luigi Padovese die türkische Justiz zur zügigen und „lückenlosen Aufklärung“ aufgefordert. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sprach in einer in Bonn veröffentlichten Erklärung von einem „brutalen und feigen Mord“ und zeigte sich erschüttert. Zollitsch würdigte den Bischof als „großen Seelsorger und Hirten der katholischen Kirche“. Padovese habe seit 2004 „als Bischof viel für die Christen in der Türkei gewirkt“. Er sei mit der Trauer der Gläubigen in Anatolien und der ganzen Türkei verbunden, so Zollitsch. (pm)

Kreuz auf der armenisch-katholischen Kirche in der Türkei wird gestattet

Auf die Kuppel der armenischen Heilig-Kreuz-Kirche im türkischen Van darf nach dreijährigem Tauziehen nun doch ein Kreuz gesetzt werden. Wie die Katholische Nachrichtenagentur am Montag unter Berufung auf türkische Zeitungen berichtete, teilte der türkische Kulturminister Ertugrul Günay dies nach einer Entscheidung der örtlichen Denkmalschutzbehörde mit. Damit sei zum ersten Mal in der Geschichte der Türkischen Republik einer so bedeutenden Kirche ein neues Kreuz gestattet worden. Der türkische Staat hatte die Kirche vor einigen Jahren restauriert und sich dabei von einem armenischen Architekten beraten lassen. Kurz vor der Wiedereröffnung im Frühjahr 2007 teilten die Behörden jedoch mit, dass die Kirche nur als Museum dienen solle. Gottesdienste dürften darin nicht gefeiert werden, und auch das vom armenischen Patriarchen Mesrob II. gestiftete Kreuz dürfe nicht aufgesetzt werden, hieß es damals. Das Verbot von Gottesdiensten in der Kirche hob die Regierung im März dieses Jahres auf und erteilte der armenischen Gemeinde die Genehmigung, einmal jährlich eine Messe auf Aghtamar zu feiern. Der erste Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche seit mehr als hundert Jahren soll am 19. September gefeiert werden. (kna)

Published in: on 24. Mai 2010 at 21:30  Schreibe einen Kommentar  

Wiedereröffnung einer syrisch-katholischen Kirche in der Türkei

Nach jahrzehntelanger Nutzung als Erotik-Kino ist eine syrisch-katholische Kirche im südtürkischen Iskenderun am Wochenende feierlich als Gotteshaus wiedereröffnet worden. Wie die türkische Presse am Montag berichtete, übergab Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan per Telekonferenz das Gotteshaus, das von der staatlichen Stiftungsbehörde in den vergangenen zwei Jahren für rund 200.000 Euro restauriert worden war. Ab 1. Juni soll die Gemeinde in der Kirche wieder Gottesdienste feiern dürfen. Es habe ein „Klima der Toleranz“ geherrscht, kommentierte die Zeitung „Zaman“ die Eröffnungsfeier, an der viele Vertreter des türkischen Staates ebenso teilnahmen wie Vertreter der zahlreichen christlichen Gemeinden aus Iskenderun und der umgebenden Provinz Hatay. Auch der Apostolische Vikar von Anatolien, Bischof Luigi Padovese, war anwesend. Die im 19. Jahrhundert errichtete Kirche war bis 1950 von der türkischen Armee als Lager genutzt und 1956 zu einem Kino umfunktioniert worden, in dem dann zur Empörung der Gemeindemitglieder erotische Filme vorgeführt wurden. (kap)

syrisch-katholische Kirche in Iskenderun

Published in: on 12. Mai 2010 at 21:31  Schreibe einen Kommentar