Piusbrüder erkennen „neue Messe“ als gültigen Gottesdienst an

Die traditionalistische Piusbruderschaft anerkennt die „neue Messe“ als gültigen Gottesdienst. Das schreibt die Bruderschaft in einer Mitteilung an diesem Donnerstag. Zugleich bringen die Piusbrüder aber, so wörtlich, „begründete Zweifel“ an der Rechtmäßigkeit der neuen Messe zum Ausdruck. Die schismatisch orientierte Gemeinschaft betont, durch die Reform sei der Ritus so sehr geändert worden, dass man dies „als Protestantisierung bezeichnen kann“. Die „alte Messe“ stelle das Sühneopfer Jesu am Kreuz für die Sünden der Welt dar, die „neue“ sei eine Mahlfeier im Andenken an Jesus. Benedikt XVI. hatte 2007 den 1970 weltweit abgelösten Ritus als „außerordentliche Form“ des katholischen Gottesdienstes wieder zugelassen. Der Papst sucht seit mehreren Jahren den Dialog mit der Piusbruderschaft, die zentrale Kirchenreformen des 20. Jahrhunderts ablehnt. Vor zwei Jahren hob er die Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft auf. Seither fanden im Vatikan mehrere Gespräche zur Klärung strittiger Lehrfragen statt. Die 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete Priesterbruderschaft ist vom Vatikan nicht anerkannt. – Unser Foto zeigt den deutschen Kardinal Walter Brandmüller, der am vergangenen Sonntag eine Messe in der außerordentlichen (also älteren) Form des römischen Ritus gefeiert hat… und zwar erstmals an einem Hauptaltar im Petersdom. (pm/kna)

Published in: on 13. Juni 2011 at 11:27  Schreibe einen Kommentar  

Neuer Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker

Erzbischof Fernando Filoni

Ivan Kardinal Dias

Papst Benedikt XVI. hat Erzbischof Fernando Filoni zum neuen Präfekten für die Kongregation zur Evangelisierung der Völker ernannt. Das gab der Vatikan an diesem Dienstag bekannt. Damit wird Filoni Nachfolger des indischen Kardinals Ivan Dias, der das Amt seit 2005 ausübte. Filoni war bisher der sogenannte Substitut im Staatssekretariat des Vatikan, ein Amt, das in etwa dem eines Innenministers entspricht. International bekannt wurde Filoni 2003, als er Nuntius im Irak war. Als einziger ausländischer Diplomat blieb er während des Irakkrieges in Bagdad und wurde mit dem Spitznamen „Nuntius Courage“ geehrt. Nachfolger Filonis als Substitut wird Erzbischof Giovanni Angelo Becciu, bislang Nuntius des Vatikans in Kuba. (rv)

Published in: on 13. Mai 2011 at 21:46  Schreibe einen Kommentar  

Hl. Johannes von Avila wird möglicherweise zum Kirchenlehrer

Hl. Johannes von Avila (1499/1500 - 1569)

Der heilige Johannes von Avila wird voraussichtlich zum Kirchenlehrer erhoben. Dies teilte gestern, laut der Nachrichtenagentur apic, die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse mit. Johannes von Avila, geboren um 1500 bei Toledo, regte als Prediger viele Christen zu karitativen Werken an, darunter auch spätere Heilige, wie den heiligen Johannes von Gott. Er korrespondierte außerdem mit Ignatius von Loyola und Theresa von Avila. Mehrere Universitäts- und Seminargründungen gehen ebenfalls auf ihn zurück. Paul VI. sprach ihn 1970 heilig. Zum Kirchenlehrer könnte Benedikt XVI. Johannes von Avila bereits diesen August auf dem Weltjugendtag proklamieren. (apic)

Published in: on 13. Mai 2011 at 21:17  Schreibe einen Kommentar  

Sel. Johannes Paul II. in Sebastian-Kapelle umgebettet

Kardinal verehrt neues Grab des Sel. Johannes Paul II.

Der Sarg mit den Reliquien des seligen Papstes Johannes Paul II. ist am Abend des 2. Mai umgebettet worden. Die letzte Ehre erwiesen dem Papst – nach der feierlichen öffentlichen Seligsprechung vom Sonntag und der Dankesmesse vom Montag – diesmal im kleinen Rahmen neun Kardinäle, Bischöfe, Erzbischöfe und Ministranten: Mit einer stillen und doch feierlichen Prozession innerhalb der Petersbasilika, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, wurde der Sarg des polnischen Papstes vom Hauptaltar in die Sebastianskapelle gebracht. Seit der Seligsprechung haben rund 350.000 Pilger dem Seligen in der Petersbasilika die Ehre erwiesen. Sie verharrten im Gebet und legten Briefe und Karten, Blumen, Kerzen und andere Geschenke vor dem Sarg ab. (rv)

Published in: on 13. Mai 2011 at 21:06  Schreibe einen Kommentar  

Kardinal Bertone feierte Dankmesse für die Seligsprechung Johannes Pauls II.

„Johannes Paul II. war ein echter Verteidiger der menschlichen Würde“. Das sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone bei der Dankesmesse an diesem Montag auf dem Petersplatz. Auch einen Tag nach der Seligsprechung waren wiederum mehrere zehntausend Gläubige vor dem Petersdom versammelt.

Die Feier begann mit einer Danksagung des Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz. Im Namen der polnischen Kirche und der anwesenden Gläubigen dankte er für die Seligsprechung von Johannes Paul II.

„Ich hoffe, dass dieses atemberaubende Ereignis zur Stärkung des Glaubens beitragen wird. Auch möchte ich den Italienern für die Sympathie danken, mit der sie Johannes Paul II. aufgenommen haben. Vom Papst aus dem fernen Land ist er sehr rasch zu einem der ihren geworden. Italien ist für ihn eine zweite Heimat gewesen.“

Die Feier leitete der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. In seiner Predigt nannte er den neuen Seligen „ein wahrer Mann des Glaubens“.

„Wir müssen Gott dafür danken, dass er uns einen Papst geschenkt hatte, der der katholische Kirche ein universales Auftreten gegeben und sie zu einer moralischen Autorität auf Weltebene gemacht hat. Danken wir Gott, dass er uns einen Heiligen wie ihn gegeben hat.“

Johannes Paul II. habe sich auch sehr für die Neuevangelisierung, für die Verstärkung der Ökumene und des interreligiösen Dialogs stark gemacht, fügte Bertone an. Er erinnerte daran, dass der polnische Papst den Dialog mit der Jugend aufgenommen habe. (rv)

Published in: on 13. Mai 2011 at 20:50  Schreibe einen Kommentar  

Generalaudienz vom 20. April

Papst Benedikt XVI. hat im Rahmen seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch auf die kommenden Osterfeiertage eingestimmt. Bei schönstem Frühlingswetter haben sich tausende Pilger am Petersplatz eingefunden, ein Bild, das uns auch in den kommenden Tagen begleiten wird. Der Papst blickte mit den Besuchern voraus auf die „Feier der drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn, die morgen ihren Anfang nimmt“. Mit diesen höchsten Festtagen des Christentums werden die Gläubigen, so der Papst „in das Geheimnis von Ostern hineingenommen“. (rv)

Published in: on 1. Mai 2011 at 13:34  Schreibe einen Kommentar  

Neue päpstliche Haushälterin

Rossella Teragnoli, Mitglied der geistlichen Gemeinschaft „Memores Domini“, ist zur Unterstützung ihrer drei Mitschwestern in den Apostolischen Palast berufen worden. Das berichtete die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ am Wochenende. Die Italienerin ist Nachfolgerin von Manuela Camagni, die Ende November am Stadtrand Roms von einem Auto erfasst wurde und tödlich verunglückte. Die neue Haushälterin war bisher in der norditalienischen Gemeinde Soresina als Sozialarbeiterin tätig. Die vier Schwestern kochen für den Papst und seine Gäste und halten dessen Privatgemächer in Ordnung. (kna)

Published in: on 1. Mai 2011 at 13:12  Schreibe einen Kommentar  

Generalaudienz vom 6. April

„Gewalt und Hass sind immer eine Niederlage!“ Mit diesen Worten ruft Papst Benedikt zum Gebet für Libyen und für die Elfenbeinküste auf. Während in Libyen die Aufständischen offenbar Mühe haben, den Truppen Gaddafis standzuhalten, steht die Elfenbeinküste offenbar vor einem gewaltsamen Machtwechsel: Anhänger des gewählten Präsidenten Alassane Ouattara setzen sich in diesen Stunden gegen den bisherigen Präsidenten Laurent Gbagbo durch. Bei seiner Generalaudienz im Vatikan sagte Papst Benedikt:

„Ich verfolge die dramatische Lage der Bevölkerung in der Elfenbeinküste und in Libyen in diesen Tagen weiterhin mit großer Sorge. Ich bitte darum, dass Kardinal Turkson bald in die Elfenbeinküste eingelassen wird; ich hatte ihn beauftragt, dort meine Solidarität auszudrücken. Ich bete für die Opfer und bin allen, die leiden, nahe. Gewalt und Hass sind immer eine Niederlage! Darum rufe ich alle Konfliktparteien eindringlich dazu auf, sich um Befriedung und Dialog zu bemühen. Weiteres Blutvergießen sollte verhindert werden!“ (rv)

Die „kleine“ heilige Thérèse kam an diesem Mittwoch in Rom zu großen Ehren: Sie stand im Mittelpunkt der Katechese von Papst Benedikt vor Tausenden von Pilgern auf der „Piazza San Pietro“. Die „kleine Thérèse“ habe ein „kurzes und eher unauffälliges Leben“ geführt, und doch wurde sie gleich nach ihrem Tod im Jahr 1897 sehr verehrt, so der Papst. Bald wurde sie heilig gesprochen und zur Patronin der Missionen erhoben, im Jahr 1997 schließlich zur Kirchenlehrerin erklärt. Die Gestalt der heiligen Theresia mache deutlich, „dass hier ein Menschenleben einzig und allein von der Gottesliebe bis ins letzte durchgeformt ist“. (rv)

Published in: on 1. Mai 2011 at 12:59  Schreibe einen Kommentar  

Generalaudienz vom 30. März

Wer betet, rettet sich – davon war der italienische Heilige, Kirchenlehrer und Ordensgründer Alfons Maria von Liguori überzeugt. Der 1696 bei Neapel geborene Kirchenmann stand im Mittelpunkt von Papst Benedikts Gedanken bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch, die zum zweiten Mal in diesem Jahr unter freiem Himmel stattfand. Der Begründer des Redemptoristenordens entstammt einer Adelsfamilie und wandte sich besonders den armen Bevölkerungsschichten zu, so der Papst.

„Seine eifrige Predigttätigkeit und die Gründung von Gebetskreisen wurden zu einer reichen Quelle moralischer Erziehung und gegenseitiger Hilfe. Der Zustand der religiösen Unwissenheit, in dem die Hirten und Bauern auf dem Land lebten, berührte ihn zutiefst. Er beschloss, sich dieser geistlichen Armut anzunehmen. Dazu gründete er 1732 die Kongregation der Redemptoristen. Alfons Maria von Liguori starb im Jahr 1787. Papst Pius XII. ernannte ihn zum „Patron der Beichtväter und der Moraltheologen“.“ (rv)

Published in: on 1. April 2011 at 12:14  Schreibe einen Kommentar  

Angelusgebet vom 27. März

Benedikt XVI. fordert ein Ende der Kämpfe in Libyen. Beim Angelusgebet an diesem Sonntag rief Benedikt XVI. zu einer diplomatischen Lösung der Krise für das nordafrikanische Land. Die internationale Staatengemeinschaft sowie alle politisch und militärisch Verantwortlichen sollen „umgehend einen Dialog aufnehmen, um die Gewalt zu beenden“, so der Papst. Er sei besorgt angesichts der immer dramatischer werdenden Lage über die Unversehrtheit und Sicherheit der Zivilbevölkerung.

„In Momenten größten Spannungen ist es dringend geboten, auf alle Mittel der Diplomatie zurückzugreifen und auch die schwächsten Signale einer Öffnung und eines Versöhnungswillens zu unterstützen. Das gilt auch für die anderen Nahoststaaten, aus denen in den vergangenen Tagen Unruhen und Gewalt gemeldet wurden. Auch dort ist der Weg von Dialog und Versöhnung notwendig. Das Ziel muss ein gerechtes und brüderliches Zusammenleben der Menschen und der Staaten sein.“ (rv)

Published in: on 28. März 2011 at 13:29  Schreibe einen Kommentar